UmDEX/print

Greenwashing gibt es auch in der Druckbranche. Der UmDEX (Umwelt-Index-Druck) bietet Sicherheit und Übersicht bei der Wahl einer garantiert nachhaltigen Druckerei.

Sicherheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit in der Nachhaltigen Medienproduktion

Der UmDEX/print trennt die Spreu vom Weizen im Label-Dschungel der Medienindustrie und garantiert die Wahl einer hochwertig, nachhaltig wirtschaftenden Druckerei. Das Meta-Label agiert unabhängig und faktenbasiert. Der Zugang ist nicht käuflich. Der Eintrag in die Tabelle und die Nutzung des Labels wird generell gewährt, soweit die hier erwähnten Kriterien erfüllt werden. Für spezielle Fachbeiträge gelten u. U. die Bestimmungen des Telemediengesetz, TMG

Was leistet der UmDEX?

UmDEX steht für Umwelt-Index. Den UmDEX gibt es:

  • für Druckereien (UmDEX/print) und
  • Agenturen (UmDEX/creative, ab 10/2020)

Der UmDEX basiert auf verifizierbaren Fakten.

Was leistet der UmDEX/print?

  • Der UmDEX/print ist in Zusammenarbeit mit führenden, nachhaltigen Mediendienstleistern entstanden.
  • Der UmDEX/print prüft auf 22 hochwertige Labels und Zertifikate.
  • Jedes dieser Merkmale wird mit einem Score gewichtet.
  • So entsteht eine jeweilige Summe verifizierbaren Umweltleistungen.
  • 6 von 20 Kriterien werden als Top-Kriterien geführt.
  • Mit dem UmDEX/print finden Sie einen Mediendienstleister (von weniger als 0,5 Prozent der Gesamtbranche), der sowohl zertifiziert und/oder offiziell gelabelt als auch insgesamt real und überzeugend umweltfreundlich aufgestellt ist.

Welche Unternehmen dürfen das Meta-Label verwenden?

  • Druckereien mit eigener/n Betriebsstätte/en.
  • Druckereien, die wenigstens eines der 6 Top-Kriterien erfüllen, siehe weiter unten auf der Website.
  • UmDEX/print300: Druckereien mit einem Score von 300.
  • UmDEX/print500: Druckereien mit einem Score von 500.

UmDEX-Druckereien finden Sie im UmDEX-Score (Tabelle, weiter unten auf dieser Seite), mit jeweils allen Labels, Zertifikaten und Umweltleistungen. Von dort erreichen Sie die jeweiligen Landingpages der Unternehmen, mit weiteren, detaillierten Informationen.

Wie werden Unternehmen geprüft?

Da der UmDEX/print basiert auf offiziellen und somit nachprüfbaren Fakten:

  • Faktenrecherche unseres Gremiums.
  • Befragung der Druckereien, Besuche vor Ort.
  • Regelmäßige Aktualisierung und Validierungen.
  • Nachweiserbringung (Ökostrom etc.) durch Fakten, Dokumente und verbindliche Erklärungen.

Wie werden zusätzliche Leistungen bewertet?

Es gibt eine Vielzahl weiterer, relevante Leistungen, die entweder nur regional angeboten werden oder nicht offiziell verifizierbar sind.

Neben den 20 Kriterien des regulären UmDEX/print werden Unternehmen mit diesen insgesamt circa 30 zusätzlichen besonderen Leistungen in der gesonderten Tabelle UmDEX/print „Spektrum“ (ab 08/2020) gelistet, die einen Score von mindestens 300 Punkten erreichen. Die Leistungen werden auf jeweils individuellen Websites zusammenfasst.

Der Umweltexperte Guido Rochus Schmidt beschreibt, wie Drucksacheneinkäufer Greenwashing, also nicht relevante oder falsch etikettierte Umweltauszeichnungen oder Labels von relevanten, echten Umwelt-Auszeichnungen unterscheiden können.

Fachbeitrag: Grün ist nicht gleich Grün

Der Umweltexperte Guido Rochus Schmidt ist eine Koryphäe der Nachhaltigen Medienproduktion. Als Geschäftsführer und Umweltbeauftragter hat er die Druckerei Ulenspiegel Druck GmbH & Co. KG zu einem umweltfreundlichen Vorzeigebetrieb auf europäischer Ebene etabliert.

Das Unternehmen war als erstes in Deutschland mit EMAS-Zertifizierung (Eco-Management and Audit Scheme). Heute unterstützt G. R. Schmidt Unternehmen in allen Fragen der nachhaltigen Ausrichtung und ist einer der Projektleiter dieser Initiative.

Guido Rochus Schmidt

Umwelt- und Medienexperte Guido Rochus Schmidt

Sein Fachbeitrag „Grün ist nicht gleich grün

  • beschreibt das quer durch alle Branchen bekannte Problem von Greenwashing,
  • erklärt, welche Zertifikate und Labels wirklich wichtig sind und vor allem
  • woran Drucksacheneinkäufer die Richtigkeit von verwendeten Labels erkennen, denn häufig werden zwar bekannte Labels abgebildet, jedoch zum Beispiel ohne Indentifikations-Nachweise.

Eine Zeit lang schien es, als wären digitale Medien nachhaltiger als gedruckte. Ein Mythos, wie mittlerweile bekannt ist.

CO2-Fußabdruck: Print versus Digital

Sind digitale Medien nachhaltiger als Drucksachen?

  • Digitale Medien sind im Vergleich zu Print nicht umweltfreundlicher. Die CO2-Bilanz digitaler Medien ist häufig vergleichbar und in bestimmten Fällen sogar sogar schlechter.
  • Davon abgesehen, kann Print längst nicht in allen Bereichen durch digitale Medien substituiert werden, denken wir nur an Verpackungen.
  • Zudem ist Print im Marketing in vielen Szenarien wirkungsvoller, vgl. Brancheninitiative CREATURA.
  • Mittlerweile ist die Papierwirtschaft sehr nachhaltig aufgestellt, wie in im Status-Bericht von Fachautor Jürgen Zietlow im Fachbeitrag Analog. Dialog. Papier zusammengefasst. 

Der UmDEX/print trennt die Spreu vom Weizen im Label-Dschungel der Medienindustrie und garantiert die Wahl einer hochwertig, nachhaltig wirtschaftenden Druckerei. Das Meta-Label agiert unabhängig und faktenbasiert. Der Zugang ist nicht käuflich. Der Eintrag in die Tabelle und die Nutzung des Labels wird generell gewährt, soweit die hier erwähnten Kriterien erfüllt werden. Für spezielle Fachbeiträge gelten u. U. die Bestimmungen des Telemediengesetz, TMG

Was leistet der UmDEX?

UmDEX steht für Umwelt-Index. Den UmDEX gibt es:

  • für Druckereien (UmDEX/print) und
  • Agenturen (UmDEX/creative, ab 10/2020)

Der UmDEX basiert auf verifizierbaren Fakten.

Was leistet der UmDEX/print?

  • Der UmDEX/print ist in Zusammenarbeit mit führenden, nachhaltigen Druckdienstleistern entstanden.
  • Der UmDEX/print prüft auf 22 hochwertige Labels und Zertifikate.
  • Jedes dieser Merkmale wird mit einem Score gewichtet.
  • So entsteht eine jeweilige Summe verifizierbaren Umweltleistungen.
  • 6 von 20 Kriterien werden als Top-Kriterien geführt.
  • Mit dem UmDEX/print finden Sie einen Mediendienstleister (von weniger als 0,5 Prozent der Gesamtbranche), der sowohl zertifiziert und/oder offiziell gelabelt als auch insgesamt real und überzeugend umweltfreundlich aufgestellt ist.

Welche Unternehmen dürfen das Meta-Label verwenden?

  • Druckereien mit eigener/n Betriebsstätte/en.
  • Druckereien, die wenigstens eines der 6 Top-Kriterien erfüllen, siehe weiter unten auf der Website.
  • UmDEX/print300: Druckereien mit einem Score von 300.
  • UmDEX/print500: Druckereien mit einem Score von 500.

UmDEX-Druckereien finden Sie im UmDEX-Score (Tabelle, weiter unten auf dieser Seite), mit jeweils allen Labels, Zertifikaten und Umweltleistungen. Von dort erreichen Sie die jeweiligen Landingpages der Unternehmen, mit weiteren, detaillierten Informationen.

Wie werden Unternehmen geprüft?

Da der UmDEX/print basiert auf offiziellen und somit nachprüfbaren Fakten:

  • Faktenrecherche unseres Gremiums.
  • Befragung der Druckereien, Besuche vor Ort.
  • Regelmäßige Aktualisierung und Validierungen.
  • Nachweiserbringung (Ökostrom etc.) durch Fakten, Dokumente und verbindliche Erklärungen.

Wie werden zusätzliche Leistungen bewertet?

Es gibt eine Vielzahl weiterer, relevante Leistungen, die entweder nur regional angeboten werden oder nicht offiziell verifizierbar sind.

Neben den 20 Kriterien des regulären UmDEX/print werden Unternehmen mit diesen insgesamt circa 30 zusätzlichen besonderen Leistungen in der gesonderten Tabelle UmDEX/print „Spektrum“ (ab 08/2020) gelistet, die einen Score von mindestens 300 Punkten erreichen. Die Leistungen werden auf jeweils individuellen Websites zusammenfasst.

Der Umweltexperte Guido Rochus Schmidt beschreibt, wie Drucksacheneinkäufer Greenwashing, also nicht relevante oder falsch etikettierte Umweltauszeichnungen oder Labels von relevanten, echten Umwelt-Auszeichnungen unterscheiden können.

Fachbeitrag: Grün ist nicht gleich Grün

Der Umweltexperte Guido Rochus Schmidt ist eine Koryphäe der Nachhaltigen Medienproduktion. Als Geschäftsführer und Umweltbeauftragter hat er die Druckerei Ulenspiegel Druck GmbH & Co. KG zu einem umweltfreundlichen Vorzeigebetrieb auf europäischer Ebene etabliert.

Das Unternehmen war als erstes in Deutschland mit EMAS-Zertifizierung (Eco-Management and Audit Scheme). Heute unterstützt G. R. Schmidt Unternehmen in allen Fragen der nachhaltigen Ausrichtung und ist einer der Projektleiter dieser Initiative.

Guido Rochus Schmidt

Umwelt- und Medienexperte Guido Rochus Schmidt

Sein Fachbeitrag „Grün ist nicht gleich grün

  • beschreibt das quer durch alle Branchen bekannte Problem von Greenwashing,
  • erklärt, welche Zertifikate und Labels wirklich wichtig sind und vor allem
  • woran Drucksacheneinkäufer die Richtigkeit von verwendeten Labels erkennen, denn häufig werden zwar bekannte Labels abgebildet, jedoch zum Beispiel ohne Indentifikations-Nachweise.

Eine Zeit lang schien es, als wären digitale Medien nachhaltiger als gedruckte. Ein Mythos, wie mittlerweile bekannt ist.

CO2-Fußabdruck: Print versus Digital

Sind digitale Medien nachhaltiger als Drucksachen?

  • Digitale Medien sind im Vergleich zu Print nicht umweltfreundlicher. Die CO2-Bilanz digitaler Medien ist häufig vergleichbar und in bestimmten Fällen sogar sogar schlechter.
  • Davon abgesehen, kann Print längst nicht in allen Bereichen durch digitale Medien substituiert werden, denken wir nur an Verpackungen.
  • Zudem ist Print im Marketing in vielen Szenarien wirkungsvoller, vgl. Brancheninitiative CREATURA.
  • Mittlerweile ist die Papierwirtschaft sehr nachhaltig aufgestellt, wie in im Status-Bericht von Fachautor Jürgen Zietlow im Fachbeitrag Analog. Dialog. Papier zusammengefasst.

A) Top-Kriterien der Nachhaltigen Medienproduktion

Top-Merkmale der Nachhaltigen Medienproduktion im UmDEX/print:

Closed

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EMAS

EMAS – Das Öko-Audit-System der Europäischen Union

EMAS-Label

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über EMAS:

EMAS ist weltweit das anspruchsvollste System für nachhaltiges Umweltmanagement. Es beinhaltet automatisch das Umwelt-Managementsystem ISO 14001:2015. Organisationen jeder Art werden mit dem EU-Label ausgezeichnet, wenn sie die strengen Anforderungen der EMAS-Verordnung erfüllen. EMAS-Organisationen verpflichten sich zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer betrieblichen Umweltleistungen über gesetzliche Vorschriften hinaus. Dies geschieht mit Hilfe eines standardisierten Management-Systems, das zum Ziel hat, durch überprüfbare nachhaltige Produktionsabläufe ein ganzheitliches ökologisches Produktdesign zu erschaffen.

EMAS-Unternehmen verbessern auf dies Weise kontinuierlich ihre Umweltleistung mithilfe eines standardisierten Management-Systems. Über ihre Umweltziele und deren Umsetzung berichten sie in der jährlichen EMAS-Umwelterklärung. Darin werden alle innerbetrieblichen umwelttechnisch relevanten Kennzahlen der jeweiligen Produktionsabläufe dokumentiert, ebenso die jeweiligen erreichten und zukünftigen Umweltziele bewertet,

da diese Erklärung öffentlich zugänglich sein muss

und von staatlich beaufsichtigten, unabhängigen Umweltgutachtern, z.B. TÜV, jährlich validiert wird, schafft sie eine hohe Transparenz, denn die Umweltbeauftragten kontrollieren ebenfalls, ob EMAS in der Praxis richtig umgesetzt wird und bestätigen, dass die EMAS-Organisationen alle Umweltvorschriften einhalten (Legal Compliance). Geprüfte und validierte Druckereien erhalten ein Zertifikat mit der Identifikationsnummer des Unternehmens. Das Zertifikat ist je nach Betriebsgröße ein oder zwei Jahre gültig. Nach Ablauf dieser Frist muss es erneut von externen Gutachtern validiert werden.

Zu beachten ist hierbei, dass dieses Zertifikat lediglich ein Standortzertifikat ist. Es ist kein Umwelt-Gütesiegel für ein Druckprodukt sondern bestätigt lediglich einen starken nachhaltigen Charakter der Produktionsprozesse des zertifizierten Unternehmens.

Aufgrund der geforderten Transparenz, die dieses Umweltsiegel schafft, ist davon auszugehen, dass die in zertifizierten Druckereien produzierten Druckprodukte sehr hohen Umweltstandards entsprechen.

Blauer Engel für Druckereien

​Blauer Engel – ein umfassendes Umweltzertifikat für Produkte und Dienstleistungen

Label: Blauer Engel

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über den Blauen Engel:

Dieses Siegel kennzeichnet im besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Recyclingpapiere, die mit diesem Siegel ausgezeichnet sind, gibt es seit Ende der 1970er Jahre auf dem Markt. Jede Druckerei, auch eine herkömmliche, kann diese Papiere verarbeiten. Viele Unternehmen verweisen deshalb auf ihren Websites unter Nutzung des Logos Blauer Engel darauf, dass bei ihnen Druckprodukte unter Verwendung dieser zertifizierten Papiere hergestellt werden.

Leider führt dies oft zu Verwirrungen,

denn es suggeriert fälschlicherweise, dass das Druckprodukt unter nachhaltigen Bedingungen hergestellt wurde, obwohl oft nur zertifiziertes Papier verwendet worden ist. Um solche Verwechslungen auszuschließen und eindeutig Klarheit zu schaffen, wurde im Jahr 2015 von der RAL gGmbH ein Zertifizierungsverfahren eingeführt, dass es Druckereien und ihren Kunden ermöglicht, ein gesamtes Druckprodukt mit dem Blauen Engel auszuzeichnen.

Blauer Engel für Druckereien
Im Unterschied zu Druckereien, die gelegentlich oder auf Wunsch auch Papier mit dem Blauen Engel bedrucken, ist dieses Label mit dem Zusatz /uz195 nur Druckereien vorbehalten, die Produktionsbereiche vollständig zertifiziert haben.
Hierfür wurden bestimmte nachhaltige Kriterien festgelegt:

  • Das Druckprodukt muss in seiner Gesamtheit überwiegend aus Papier oder Karton bestehen.
  • Die eingesetzten Papiere und Kartons müssen überwiegend aus Recyclingfasern hergestellt sein.
  • Nachwachsende Rohstoffe, z. B. in Farben, dürfen nicht gentechnisch verändert sein.
  • Klebstoffe, Farben, usw. müssen unbedenklich gegenüber Umwelt und Gesundheit sein. Das Produkt muss recycelbar & deinkbar sein.
  • Die Druckerei muss bestimmte betriebliche Kriterien erfüllen, damit sie
  • Druckprodukte mit dem Blauen Engel auszeichnen darf.
  • Dazu gehört ein im Produktionsablauf implementiertes und zertifiziertes Umweltschutz-Management-System, wie etwa EMAS oder ISO 14001:2015 + DIN ISO 50001:2015.
  • Außerdem werden technische Module der Druckmaschinen zur Überprüfung des alkoholfreien Druckprozesses gefordert .
  • Zusätzlich sind Unbedenklichkeitserklärungen für benutze Klebstoffe, Heftklammern, Druckhilfsmittel und Farben vorgeschrieben.
  • Kennzahlen zur Überprüfung des Energieverbrauchs, des Papierabfalls und weiterer quantifizierter Umweltziele sowie der technischen Anlagen sind vorzulegen.

Erst wenn alle diese Kriterien erfüllt sind, erhält die Druckerei das Zertifikat, das sowohl auf der Website als auch auf Druckprodukten verwendet werden darf. Nur eine Druckerei, die im Label dieses Suffix

„blauer-engel.de/UZ 195“ mit der individuellen Zertifikat-Nummer

anführt, ist eine entsprechend zertifizierte Druckerei. Unternehmen, die das Label ohne Suffix verwenden, sind nicht zertifiziert und dürfen ihre Druckerzeugnisse nicht damit auszeichnen! Dieses Label ist aufgrund seiner umfassenden Anforderungen an eingesetzte Materialien und den gesamten Herstellungsprozess das strengste und glaubwürdigste Umweltsiegel für Druckprodukte.

Österreichisches Umweltzeiten (ÖUZ)

Österreichisches Umweltzeichen für Produkte und Dienstleistungen

Österreichisches Umweltzeichen

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über das Österreichische Umweltzeichen:

Dieses Zertifikat ist eine Vereinbarung zwischen Politik und Wirtschaft. Dabei wird der „Lebenszyklus-Ansatz“ angewendet. Betrachtet werden hier die Umweltauswirkungen bei Gebrauch, Herstellung und Entsorgung. Die Grundlage für die Zertifizierung eines Produktes/Dienstleistung bilden Richtlinien mit verbindlichen Kriterien.

Betrachtet werden dabei die Umweltauswirkungen beim Gebrauch, Herstellung und der Entsorgung. Ebenso der Rohstoff- und Energieverbrauch, Toxizität der Inhaltsstoffe, Emissionen (Abgase, Abwasser, Lärm, …), Abfälle und Recyclingfähigkeit, Verpackung, Vertrieb und Transport. Zudem werden Qualität und Gebrauchstauglichkeit sowie Sicherheit, Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit geprüft.

Nach Abschluss des Zertifizierungsprozesses beschließt der „Beirat Umweltzeichen“ die Veröffentlichung durch das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

DIN ISO EN 14001 (Umwelt)

DIN ISO 14001 – Ein Prozess der Verbesserung von Umweltleistungen

ISO 14001-Label

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über DIN ISO 14001:

Eine Reihe von DIN ISO-Normen helfen einem Unternehmen sein Management in unterschiedlichen Bereichen wie etwa Umweltschutz, Energieeffizienz und Produktqualität zu verbessern und zu sichern. Die internationale Norm DIN ISO 14001:2015 legt hierbei hohe Anforderungen an ein Umwelt-Management-System fest. Diese beinhaltet zahlreiche weitere Normen zu verschiedenen Bereichen des Umweltmanagements, unter anderem zu Ökobilanzen, zu Umweltkennzahlen bzw. zur Umweltleistungsbewertung.

Sie kann sowohl auf produzierende als auch auf dienstleistende Unternehmen angewendet werden. Vorgeschrieben wird auch hier:

  • die ständige Aktualisierung des Umweltrechtsregisters sowie
  • die innerbetriebliche Aktualisierung und Kommunikation der Umweltleistungen durch periodisch abzuhaltende innerbetriebliche Audits.

Der Fokus dieses Systems liegt in der Praxis auf der Optimierung des Managements bezüglich Produktionsoptimierung und Abfallvermeidung, weniger auf zukunftsorientierten Entwicklungsmöglichkeiten.

Zu beachten ist hierbei, dass dieses Zertifikat ein Standortzertifikat ist. Es ist kein Umwelt-Gütesiegel für ein Druckprodukt sondern bestätigt den nachhaltigen Charakter der Produktionsprozesse des zertifizierten Unternehmens.

DIN ISO EN 50001 (Energie)

DIN ISO 50001 – Ein zertifizierter Prozess zur Verbesserung der Energieeffizienz

ISO 14001-Label

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über DIN ISO 50001:

Diese Zertifizierung bestätigt den verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen. Generelles Ziel von DIN ISO 50001:2015 ist es, Organisationen beim Aufbau eines umfassenden Energiemanagement-Systems und der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Unter Beachtung rechtlicher Forderungen werden alle energetischen Aspekte identifiziert und analysiert.

Energieströme werden transparent, Kosten eingespart und Treibhausgasemissionen reduziert. DIN ISO 50001:2015 hilft, Energieziele systematisch, umfassend, zielorientiert, planmäßig und dauerhaft zu verfolgen.

B) Weitere Kriterien der Nachhaltigen Medienproduktion

Weitere Kriterien der Bewertung für den UmDEX/print:

Closed
EU Ecolabel

EU-Ecolabel, EU-Richtlinien (Nr. 28) für Druckprodukte

EU-Ecolabel

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen zum EU-Ecolabel:

Die entsprechende EU-Richtlinie Nr. 028 „Druckerzeugnisse“ fordert bei Produktionsmaterialien wie Papier, Farbe und Druckhilfsmitteln hohe Standards. Auch. betriebliche Handlungsfelder wie Abfallmanagement, Energieeffizienz und Mitarbeiterschulungen sind dabei von zentraler Bedeutung.

Das Umweltzeichen mit Textfeld enthält den folgenden Wortlaut: „Dieses Druckerzeugnis ist wiederverwertbar. Es wurde auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Die Menge der durch die Papierherstellung und das Bedrucken in Luft und Wasser abgegebenen Chemikalien ist begrenzt“.

Der Betrieb hat im Zuge einer Jahresmeldung entsprechende Nachweise vorzulegen: Eine VOC-Bilanz, ein Abfallwirtschaftskonzept sowie Aufzeichnungen über Papier- und sonstige Abfälle. Die Jahresmeldungen werden von unabhängigen Gutachtern überprüft.

DIN ISO 9001 (Qualität)

DIN ISO 9001  (Qualitätsmanagement)

DIN ISO 9001

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

DIN ISO-Normen wurden entwickelt um Qualitätsstandards im Unternehmen zu definieren-und damit Produktionsverluste zu vermeiden. DIN ISO 9001 bezieht sich dabei auf die gesamten Betriebsabläufe: Von der Kundenberatung über den Materialeinkauf bis zur Auslieferung des Produkts. Die Norm dient der Vermeidung von Reklamationen, Verminderung des Rohstoffverbrauchs und Reduzierung von Abfällen und Produktionsausfällen.

DIN ISO 12647 (Prozessstandard)

 DIN ISO 12647-2 (Prozessstandard Offset, PSO)

blank

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

DIN ISO 12647-2, der sogenannte Prozessstandard Offset PSO) dient der Standardisierung der Farbwiedergabe auf Papier. Dazu werden messbare Farbprofile benutzt, die gewährleisten, dass Bilder exakt und ohne qualitative Verluste von der Druckmaschine auf die jeweiligen Papierqualitäten reproduziert werden können. Somit wird insgesamt weniger Papier verbraucht, da eine saubere Farbwiedergabe schneller und mit sehr geringem Papiervorlauf erreicht wird. Damit hilft PSO bei der Vermeidung von Reklamationen, Verminderung des Rohstoffverbrauchs und Reduzierung von Abfällen und Produktionsausfällen.

Wärmerückgewinnung

Wärme-RückgewinnungWärmerückgewinnung

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: nicht relevant

Moderne Offsetdruckmaschinen haben serienmäßig Wärmetauscher, um die im Produktionsprozess entstehende Abwärme der Kompressoren oder Trocknereinheiten der Druckmaschinen zu nutzen. Über Wärmepumpen wird diese Energie für die Warmwassererzeugung und über die Heizungsanlage zur Raumerwärmung verwendet. Diese Techniken dienen der Verminderung der CO2-Emission.

Druckplatten: Chemiereduziert bzw. prozesslos

Prozesslose bzw. chemiereduzierte  Druckplattenherstellungblank

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: nicht relevant

Prozesslose Thermodruckplatten benötigen keinen Entwicklungsprozess. Sie werden nicht mit Chemie entwickelt, fixiert und anschließend mit Wasser ausgewaschen. Auf diese Weise werden zu 100 Prozent teils gesundheits- und umweltschädlicher Chemie sowie die Ressource Wasser eingespart.

Daneben gibt es sogenannte chemiereduzierte Thermodruckplatten, die im Gegensatz zu herkömmlichen Druckplatten beim Entwicklungsprozess eine längere Lebensdauer des Entwicklerbades ermöglichen, dabei etwa 25 % weniger Chemie verbrauchen und somit den Chemieabfall entsprechend reduzieren.

 

Alkoholfrei bzw. alkoholreduziert drucken

Weniger Alkohol  bei  der ProduktionWeniger Alkohol in der Drucksachenproduktion

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Geprüft durch externe Gutachter bei EMAS- oder DIN Iso 14001 – Zertifizierung

Druckereien drucken je nach Maschinenkonfiguration alkoholfrei mit 0% Isopronal oder wenn sie Blauer Engel RAL UZ- 195 zertifiziert sind, mit der dort vorgeschriebenen Konzentration von maximal 3% Isopropanol.

Um die Oberflächenspannung des für den Druckprozess notwendigen Feuchtwassers in der Druckmaschine zu reduzieren, werden gemeinhin 7% bis 18% Isopropanol zugesetzt. Dieser technische Alkohol ist ein sogenanntes VOC also eine hochflüchtige gesundheits- und umweltschädliche Kohlenwasserstoffverbindung. In Deutschland werden alleine von den grafischen Unternehmen zwischen 20.000 und 30.000 Tonnen Isopropanol eingesetzt und gelangen durch die Absauganlagen der Druckmaschinen in die Atmosphäre. Dort ist Isopropanol für die Entstehung bodennahen Ozons (Sommersmog) und die Zerstörung des in höheren Luftschichten vorhandenen Ozons verantwortlich. Umweltbewusste Druckereien produzieren alkoholfrei oder alkoholreduziert. Denn jedes Prozent weniger Alkohol spart je nach Maschine bis zu 0,8 Tonnen Alkohol. Statt mit dem hochflüchtigen Alkohol wird das Feuchtwasser mit nichtflüchtigen Substituten aufbereitet. Spezielle Messeinrichtungen und modifizierte Druckwalzen in den Feuchtwerken der Druckmaschinen ermöglichen zusätzlich die Reduktion auf ein Minimum des bisher notwendigen Alkoholgehalts. Die Beeinträchtigung der Umwelt und der Gesundheit der Menschen wird dadurch erheblich minimiert.

Klimaneutrale Gesamtproduktion

Klimaneutrale GesamtproduktionKlimaneutrale Endproduktion in der Druckbranche

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Prüfung jährlich durch externe Gutachter

Eine Druckerei, die klimaneutrale Produkte anbietet, ermittelt in drei sogenannten Scopes ihren CO2-Fußabdruck: Scope 1-Emissionen stammen aus Emissionsquellen innerhalb des Unternehmens, etwa durch ein Blockheizkraftwerk oder unternehmenseigene Fahrzeugflotten. Scope 2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Energie (Strom und Wärme), die von außerhalb bezogen wird. Scope 3-Emissionen sind sämtliche übrigen Emissionen, die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden aber nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, zum Beispiel bei Zulieferern, Dienstleistern oder Mitarbeitern. Aus der Betrachtung all dieser Quellen wird von Gutachter wie climate partner, natureOffice, myclimate, Swiss Climate oder CO2 Klimainitiative des BVDM ein individuelles Emissionsprofil ermittelt. Dies dient als Grundlage für Berechnung der Co2-Emission und der Kosten für Kompensierungszertifikate. Druckereien können sich entscheiden, ob sie auf Kundenwunsch die Emissionen eines einzelnen Druckprodukts kompensieren wollen oder ihre jährliche gesamte Produktion klimaneutral stellen.

Erzeugung Erneuerbare Energie

Erzeugung eigener erneuerbarer Energien
Erneuerbare Energien Druckereien

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: nicht relevant

Einige der im UmDEX gelisteten Druckunternehmen erzeugen ihre Energie zum Teil selbst: Solaranlagen zur Wärmegewinnung, Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung oder in die Erde eingelassene Energiepfähle, die ganzjährig für klimafreundliche Beheizung und Kühlung sorgen.

FSC

Das FSC-Label
FSC-Label

Verifizierung: Zertifizierungsnummer des Unternehmens
Periode: Jährliche Prüfung

FSC®, der Forest Stewardship Council, ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die das erste System zur Zertifizierung verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung schuf. Gleichzeitig wird das Akronym FSC® auch für das Gütesiegel benutzt, mit dem Holzprodukte aus FSC® zertifiziertem Holz gekennzeichnet werden.

Papier aus FSC® zertifiziertem Holz trägt ebenfalls dieses Label und darf von Druckereien, die in der Chain of Custody zertifiziert sind, für die Kennzeichnung eines Druckprodukts benutzt werden. Die Zertifizierung für Druckereien besteht in einer gründlichen Überprüfung des mengenmäßigen Einsatzes von FSC® – zertifizierten Papieren vor Ort, das heißt: Im Zuge jährlich stattfindender Audits wird anhand von Lieferscheinen und Rechnungen kontrolliert, ob die Ein- und Verkaufsmengen von FSC® deklariertem Papier übereinstimmen.

Das Logo mit der Zertifizierungsnummer des Unternehmens kann dann auf dem Produkt mitgedruckt werden. Dabei sind Abbildungsvorschriften wie Mindestgröße, Abstände etc. zu beachten. Mit klar definierten ökologischen wie auch sozialen Standards ist

FSC® ist zur Zeit das glaubwürdigste verfügbare Zertifizierungssystem der Waldbewirtschaftung.

 

100 % zerfizierter Ökostrom

100 Prozent Strom aus erneuerbaren EnergienÖkostrom Druckereien

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Dauer des Stromliefervertrags

Mit dem Begriff Ökostrom werden üblicherweise Stromlieferverträge bezeichnet, mit denen Abnehmer bei Anbietern elektrische Energie einkaufen, die zu 100 Prozent aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenenergie, Windkraft und Wasserkraft hergestellt wird. Zertifizierte Öko-Stromanbieter dürfen nicht an einem Atomkraft- oder Kohlekraftwerk beteiligt sein und dokumentieren dies durch zertifizierte Ökostrom-Siegel. Folgende Anbieter sind zertifiziert: Die Bürgerwerke, EWS Schönau, MANN Strom, ÖKOSTROM+, Grünstromwerk, Enspire Grüner Strom, Bremer SolidarStrom, PROENGENO, Polarstern, Greenpeace Engergy, Fare Trade Power, naturstrom, PROKON, Lichtblick.

Farben auf Pflanzenölbasis

Einsatz von Farben auf Basis pflanzlicher Öle
Druckfarben auf Pflanzenölbasis

Verifizierung: FOGRA-Liste für Mineralöl-freie Druckfarben
Periode: nicht relevant

Bei der Herstellung von Druckfarben auf Pflanzenölbasis wird gegenüber konventionellen Farben der Mineralölanteil des Bindemittels durch Pflanzenöle wie Lein- oder Sojaöl ersetzt. Offsetfarben bestehen zu etwa 40 Prozent aus Bindemitteln, 30 Prozent aus natürlichen und synthetischen Harzen und etwa 30 Prozent aus organischen Pigmenten. Diese werden aus nicht erneuerbaren Ressourcen hergestellt, das sind chemische Produkte aus Mineralöl, die sowohl bei konventionellen als auch bei Pflanzenölfarben zum Einsatz kommen, da zurzeit leider keine natürlichen Pigmente mit vergleichbaren technischen Druckeigenschaften verfügbar sind.

Klimaneutrale Einzelproduktion

Klimaneutrale Einzelproduktion
Klimanneutrale Einzelproduktion

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Jährliche Prüfung durch externe Gutachter

Überschrift zur Beschreibung

Beschreibung.

Ökologische Druckhilfsmittel

Weitestgehend umweltfreundliche Druckhilfsmittel
Symbol Druckhilfsmittel in der Druckbranche

Verifizierung: FOGRA-Liste umweltschonender Druckhilfsmittel
Periode: nicht relevant

Zu Druckhilfsmitteln, die beim Druckprozess notwendig sind, zählen gemeinhin Walzen- und Gummituchreinigungsmittel, Feuchtmittelzusätze, Drucklacke, Leime, Druckbestäubungspuder etc. Zur Reduzierung von Umwelt- und Gesundheitsbelastungen entwickelt, prüft und empfiehlt das Forschungsinstitut für Medientechnologie (FOGRA) zusammen mit der Wirtschaft seit 1990 alkoholfreie, kobaltfreie, VOC- reduzierte, mineralfreie Versionen von Feuchtmittelzusätzen, Gummituch-Reinigungsmitteln, Druckbestäubungspuder, FDA-zertifizierten Drucklacken, Leimen, Silikonemulsionen sowie weitere Druckhilfsmittel. FDA ist ein Zertifizierungssytem für gesunheitlich und ökologisch unbedenkliche Stoffe. Sie bestehen hauptsächlich aus sehr schwer flüchtigen Kohlenwasserstoffen, Pflanzenölen und Estern oder aus Gemischen dieser drei Stoffklassen.

PEFC

Das PEFC-Label
PEFC-Label

Verifizierung: Zertifizierungsnummer des Unternehmens
Periode: Jährliche Prüfung

 

PEFC-Label für Druckereien

Papier aus PEFC zertifiziertem Holz trägt dieses Siegel und darf von Druckereien, die in der Chain of Custody zertifiziert sind, als solches angeboten und verarbeitet werden. Die Zertifizierung erfolgt durch die Überprüfung der Ein- und Verkaufsmengen. Das mitgedruckte Label muss ebenfalls unbedingt die Zertifizierungsnummer des Unternehmens enthalten.

Die Nutzung dieses Label gibt jedoch keine Auskunft über nachhaltige Maßnahmen einer Druckerei. Der Fokus liegt letztlich auf der Papierherkunft, nicht auf einem nachhaltigen Produktionsprozess.

A) Top-Kriterien der Nachhaltigen Medienproduktion

Top-Merkmale der Nachhaltigen Medienproduktion im UmDEX/print:

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EMAS

EMAS – Das Öko-Audit-System der Europäischen Union

EMAS-Label

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über EMAS:

EMAS ist weltweit das anspruchsvollste System für nachhaltiges Umweltmanagement. Es beinhaltet automatisch das Umwelt-Managementsystem ISO 14001:2015. Organisationen jeder Art werden mit dem EU-Label ausgezeichnet, wenn sie die strengen Anforderungen der EMAS-Verordnung erfüllen. EMAS-Organisationen verpflichten sich zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer betrieblichen Umweltleistungen über gesetzliche Vorschriften hinaus. Dies geschieht mit Hilfe eines standardisierten Management-Systems, das zum Ziel hat, durch überprüfbare nachhaltige Produktionsabläufe ein ganzheitliches ökologisches Produktdesign zu erschaffen.

EMAS-Unternehmen verbessern auf dies Weise kontinuierlich ihre Umweltleistung mithilfe eines standardisierten Management-Systems. Über ihre Umweltziele und deren Umsetzung berichten sie in der jährlichen EMAS-Umwelterklärung. Darin werden alle innerbetrieblichen umwelttechnisch relevanten Kennzahlen der jeweiligen Produktionsabläufe dokumentiert, ebenso die jeweiligen erreichten und zukünftigen Umweltziele bewertet,

da diese Erklärung öffentlich zugänglich sein muss

und von staatlich beaufsichtigten, unabhängigen Umweltgutachtern, z.B. TÜV, jährlich validiert wird, schafft sie eine hohe Transparenz, denn die Umweltbeauftragten kontrollieren ebenfalls, ob EMAS in der Praxis richtig umgesetzt wird und bestätigen, dass die EMAS-Organisationen alle Umweltvorschriften einhalten (Legal Compliance). Geprüfte und validierte Druckereien erhalten ein Zertifikat mit der Identifikationsnummer des Unternehmens. Das Zertifikat ist je nach Betriebsgröße ein oder zwei Jahre gültig. Nach Ablauf dieser Frist muss es erneut von externen Gutachtern validiert werden.

Zu beachten ist hierbei, dass dieses Zertifikat lediglich ein Standortzertifikat ist. Es ist kein Umwelt-Gütesiegel für ein Druckprodukt sondern bestätigt lediglich einen starken nachhaltigen Charakter der Produktionsprozesse des zertifizierten Unternehmens.

Aufgrund der geforderten Transparenz, die dieses Umweltsiegel schafft, ist davon auszugehen, dass die in zertifizierten Druckereien produzierten Druckprodukte sehr hohen Umweltstandards entsprechen.

Blauer Engel für Druckereien

​Blauer Engel – ein umfassendes Umweltzertifikat für Produkte und Dienstleistungen

Label: Blauer Engel

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über den Blauen Engel:

Dieses Siegel kennzeichnet im besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Recyclingpapiere, die mit diesem Siegel ausgezeichnet sind, gibt es seit Ende der 1970er Jahre auf dem Markt. Jede Druckerei, auch eine herkömmliche, kann diese Papiere verarbeiten. Viele Unternehmen verweisen deshalb auf ihren Websites unter Nutzung des Logos Blauer Engel darauf, dass bei ihnen Druckprodukte unter Verwendung dieser zertifizierten Papiere hergestellt werden.

Leider führt dies oft zu Verwirrungen,

denn es suggeriert fälschlicherweise, dass das Druckprodukt unter nachhaltigen Bedingungen hergestellt wurde, obwohl oft nur zertifiziertes Papier verwendet worden ist. Um solche Verwechslungen auszuschließen und eindeutig Klarheit zu schaffen, wurde im Jahr 2015 von der RAL gGmbH ein Zertifizierungsverfahren eingeführt, dass es Druckereien und ihren Kunden ermöglicht, ein gesamtes Druckprodukt mit dem Blauen Engel auszuzeichnen.

Blauer Engel für Druckereien
Im Unterschied zu Druckereien, die gelegentlich oder auf Wunsch auch Papier mit dem Blauen Engel bedrucken, ist dieses Label mit dem Zusatz /uz195 nur Druckereien vorbehalten, die Produktionsbereiche vollständig zertifiziert haben.
Hierfür wurden bestimmte nachhaltige Kriterien festgelegt:

  • Das Druckprodukt muss in seiner Gesamtheit überwiegend aus Papier oder Karton bestehen.
  • Die eingesetzten Papiere und Kartons müssen überwiegend aus Recyclingfasern hergestellt sein.
  • Nachwachsende Rohstoffe, z. B. in Farben, dürfen nicht gentechnisch verändert sein.
  • Klebstoffe, Farben, usw. müssen unbedenklich gegenüber Umwelt und Gesundheit sein. Das Produkt muss recycelbar & deinkbar sein.
  • Die Druckerei muss bestimmte betriebliche Kriterien erfüllen, damit sie
  • Druckprodukte mit dem Blauen Engel auszeichnen darf.
  • Dazu gehört ein im Produktionsablauf implementiertes und zertifiziertes Umweltschutz-Management-System, wie etwa EMAS oder ISO 14001:2015 + DIN ISO 50001:2015.
  • Außerdem werden technische Module der Druckmaschinen zur Überprüfung des alkoholfreien Druckprozesses gefordert .
  • Zusätzlich sind Unbedenklichkeitserklärungen für benutze Klebstoffe, Heftklammern, Druckhilfsmittel und Farben vorgeschrieben.
  • Kennzahlen zur Überprüfung des Energieverbrauchs, des Papierabfalls und weiterer quantifizierter Umweltziele sowie der technischen Anlagen sind vorzulegen.

Erst wenn alle diese Kriterien erfüllt sind, erhält die Druckerei das Zertifikat, das sowohl auf der Website als auch auf Druckprodukten verwendet werden darf. Nur eine Druckerei, die im Label dieses Suffix

„blauer-engel.de/UZ 195“ mit der individuellen Zertifikat-Nummer

anführt, ist eine entsprechend zertifizierte Druckerei. Unternehmen, die das Label ohne Suffix verwenden, sind nicht zertifiziert und dürfen ihre Druckerzeugnisse nicht damit auszeichnen! Dieses Label ist aufgrund seiner umfassenden Anforderungen an eingesetzte Materialien und den gesamten Herstellungsprozess das strengste und glaubwürdigste Umweltsiegel für Druckprodukte.

Österreichisches Umweltzeiten (ÖUZ)

Österreichisches Umweltzeichen für Produkte und Dienstleistungen

Österreichisches Umweltzeichen

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über das Österreichische Umweltzeichen:

Dieses Zertifikat ist, wie auch bei Ökoprofit, eine Vereinbarung zwischen Politik und Wirtschaft. Dabei wird der „Lebenszyklus-Ansatz“ angewendet. Betrachtet werden hier die Umweltauswirkungen bei Gebrauch, Herstellung und Entsorgung. Die Grundlage für die Zertifizierung eines Produktes/Dienstleistung bilden Richtlinien mit verbindlichen Kriterien.

Betrachtet werden dabei die Umweltauswirkungen beim Gebrauch, Herstellung und der Entsorgung. Ebenso der Rohstoff- und Energieverbrauch, Toxizität der Inhaltsstoffe, Emissionen (Abgase, Abwasser, Lärm, …), Abfälle und Recyclingfähigkeit, Verpackung, Vertrieb und Transport. Zudem werden Qualität und Gebrauchstauglichkeit sowie Sicherheit, Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit geprüft.

Nach Abschluss des Zertifizierungsprozesses beschließt der „Beirat Umweltzeichen“ die Veröffentlichung durch das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

DIN ISO EN 14001 (Umwelt)

DIN ISO 14001 – Ein Prozess der Verbesserung von Umweltleistungen

ISO 14001-Label

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über DIN ISO 14001:

Eine Reihe von DIN ISO-Normen helfen einem Unternehmen sein Management in unterschiedlichen Bereichen wie etwa Umweltschutz, Energieeffizienz und Produktqualität zu verbessern und zu sichern. Die internationale Norm DIN ISO 14001:2015 legt hierbei hohe Anforderungen an ein Umwelt-Management-System fest. Diese beinhaltet zahlreiche weitere Normen zu verschiedenen Bereichen des Umweltmanagements, unter anderem zu Ökobilanzen, zu Umweltkennzahlen bzw. zur Umweltleistungsbewertung.

Sie kann sowohl auf produzierende als auch auf dienstleistende Unternehmen angewendet werden. Vorgeschrieben wird auch hier:

  • die ständige Aktualisierung des Umweltrechtsregisters sowie
  • die innerbetriebliche Aktualisierung und Kommunikation der Umweltleistungen durch periodisch abzuhaltende innerbetriebliche Audits.

Der Fokus dieses Systems liegt in der Praxis auf der Optimierung des Managements bezüglich Produktionsoptimierung und Abfallvermeidung, weniger auf zukunftsorientierten Entwicklungsmöglichkeiten.

Zu beachten ist hierbei, dass dieses Zertifikat ein Standortzertifikat ist. Es ist kein Umwelt-Gütesiegel für ein Druckprodukt sondern bestätigt den nachhaltigen Charakter der Produktionsprozesse des zertifizierten Unternehmens.

DIN ISO EN 50001 (Energie)

DIN ISO 50001 – Ein zertifizierter Prozess zur Verbesserung der Energieeffizienz

ISO 14001-Label

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen über DIN ISO 50001:

Diese Zertifizierung bestätigt den verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen. Generelles Ziel von DIN ISO 50001:2015 ist es, Organisationen beim Aufbau eines umfassenden Energiemanagement-Systems und der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Unter Beachtung rechtlicher Forderungen werden alle energetischen Aspekte identifiziert und analysiert.

Energieströme werden transparent, Kosten eingespart und Treibhausgasemissionen reduziert. DIN ISO 50001:2015 hilft, Energieziele systematisch, umfassend, zielorientiert, planmäßig und dauerhaft zu verfolgen.

B) Wichtige Labels und Zertifizierungen der Nachhaltigen Medienproduktion

Weitere Kriterien der Bewertung für den UmDEX/print:

Closed
EU Ecolabel

EU-Ecolabel, EU-Richtlinien (Nr. 28) für Druckprodukte

EU-Ecolabel

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

Informationen zum EU-Ecolabel:

Die entsprechende EU-Richtlinie Nr. 028 „Druckerzeugnisse“ fordert bei Produktionsmaterialien wie Papier, Farbe und Druckhilfsmitteln hohe Standards. Auch. betriebliche Handlungsfelder wie Abfallmanagement, Energieeffizienz und Mitarbeiterschulungen sind dabei von zentraler Bedeutung.

Das Umweltzeichen mit Textfeld enthält den folgenden Wortlaut: „Dieses Druckerzeugnis ist wiederverwertbar. Es wurde auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Die Menge der durch die Papierherstellung und das Bedrucken in Luft und Wasser abgegebenen Chemikalien ist begrenzt“.

Der Betrieb hat im Zuge einer Jahresmeldung entsprechende Nachweise vorzulegen: Eine VOC-Bilanz, ein Abfallwirtschaftskonzept sowie Aufzeichnungen über Papier- und sonstige Abfälle. Die Jahresmeldungen werden von unabhängigen Gutachtern überprüft.

DIN ISO 9001 (Qualität)

DIN ISO 9001  (Qualitätsmanagement)

DIN ISO 9001

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

DIN ISO-Normen wurden entwickelt um Qualitätsstandards im Unternehmen zu definieren-und damit Produktionsverluste zu vermeiden. DIN ISO 9001 bezieht sich dabei auf die gesamten Betriebsabläufe: Von der Kundenberatung über den Materialeinkauf bis zur Auslieferung des Produkts. Die Norm dient der Vermeidung von Reklamationen, Verminderung des Rohstoffverbrauchs und Reduzierung von Abfällen und Produktionsausfällen.

DIN ISO 12647 (Prozessstandard)

 DIN ISO 12647-2 (Prozessstandard Offset, PSO)

blank

Verifizierung: Identifikationsnummer
Periode: Jährlich

DIN ISO 12647-2, der sogenannte Prozessstandard Offset PSO) dient der Standardisierung der Farbwiedergabe auf Papier. Dazu werden messbare Farbprofile benutzt, die gewährleisten, dass Bilder exakt und ohne qualitative Verluste von der Druckmaschine auf die jeweiligen Papierqualitäten reproduziert werden können. Somit wird insgesamt weniger Papier verbraucht, da eine saubere Farbwiedergabe schneller und mit sehr geringem Papiervorlauf erreicht wird. Damit hilft PSO bei der Vermeidung von Reklamationen, Verminderung des Rohstoffverbrauchs und Reduzierung von Abfällen und Produktionsausfällen.

Wärmerückgewinnung

Wärme-RückgewinnungWärmerückgewinnung

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: nicht relevant

Moderne Offsetdruckmaschinen haben serienmäßig Wärmetauscher, um die im Produktionsprozess entstehende Abwärme der Kompressoren oder Trocknereinheiten der Druckmaschinen zu nutzen. Über Wärmepumpen wird diese Energie für die Warmwassererzeugung und über die Heizungsanlage zur Raumerwärmung verwendet. Diese Techniken dienen der Verminderung der CO2-Emission.

Druckplatten: Chemiereduziert bzw. prozesslos

Prozesslose bzw.  chemiereduzierte  Druckplattenherstellungblank

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: nicht relevant

Prozesslose Thermodruckplatten benötigen keinen Entwicklungsprozess. Sie werden nicht mit Chemie entwickelt, fixiert und anschließend mit Wasser ausgewaschen. Auf diese Weise werden zu 100 Prozent teils gesundheits- und umweltschädlicher Chemie sowie die Ressource Wasser eingespart.

Daneben gibt es sogenannte chemiereduzierte Thermodruckplatten, die im Gegensatz zu herkömmlichen Druckplatten beim Entwicklungsprozess eine längere Lebensdauer des Entwicklerbades ermöglichen, dabei etwa 25 % weniger Chemie verbrauchen und somit den Chemieabfall entsprechend reduzieren.

Klimaneutrale Gesamtproduktion

Klimaneutrale GesamtproduktionKlimaneutrale Endproduktion in der Druckbranche

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Prüfung jährlich durch externe Gutachter

Eine Druckerei, die klimaneutrale Produkte anbietet, ermittelt in drei sogenannten Scopes ihren CO2-Fußabdruck: Scope 1-Emissionen stammen aus Emissionsquellen innerhalb des Unternehmens, etwa durch ein Blockheizkraftwerk oder unternehmenseigene Fahrzeugflotten. Scope 2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Energie (Strom und Wärme), die von außerhalb bezogen wird. Scope 3-Emissionen sind sämtliche übrigen Emissionen, die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden aber nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, zum Beispiel bei Zulieferern, Dienstleistern oder Mitarbeitern. Aus der Betrachtung all dieser Quellen wird von Gutachter wie climate partner, natureOffice, myclimate, Swiss Climate oder CO2 Klimainitiative des BVDM ein individuelles Emissionsprofil ermittelt. Dies dient als Grundlage für Berechnung der Co2-Emission und der Kosten für Kompensierungszertifikate. Druckereien können sich entscheiden, ob sie auf Kundenwunsch die Emissionen eines einzelnen Druckprodukts kompensieren wollen oder ihre jährliche gesamte Produktion klimaneutral stellen.

Alkoholfrei bzw. alkoholreduziert drucken

Weniger Alkohol  bei  der ProduktionWeniger Alkohol in der Drucksachenproduktion

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Geprüft durch externe Gutachter bei EMAS- oder DIN Iso 14001 – Zertifizierung

Druckereien drucken je nach Maschinenkonfiguration alkoholfrei mit 0% Isopronal oder wenn sie Blauer Engel RAL UZ- 195 zertifiziert sind, mit der dort vorgeschriebenen Konzentration von maximal 3% Isopropanol.

Um die Oberflächenspannung des für den Druckprozess notwendigen Feuchtwassers in der Druckmaschine zu reduzieren, werden gemeinhin 7% bis 18% Isopropanol zugesetzt. Dieser technische Alkohol ist ein sogenanntes VOC also eine hochflüchtige gesundheits- und umweltschädliche Kohlenwasserstoffverbindung. In Deutschland werden alleine von den grafischen Unternehmen zwischen 20.000 und 30.000 Tonnen Isopropanol eingesetzt und gelangen durch die Absauganlagen der Druckmaschinen in die Atmosphäre. Dort ist Isopropanol für die Entstehung bodennahen Ozons (Sommersmog) und die Zerstörung des in höheren Luftschichten vorhandenen Ozons verantwortlich. Umweltbewusste Druckereien produzieren alkoholfrei oder alkoholreduziert. Denn jedes Prozent weniger Alkohol spart je nach Maschine bis zu 0,8 Tonnen Alkohol. Statt mit dem hochflüchtigen Alkohol wird das Feuchtwasser mit nichtflüchtigen Substituten aufbereitet. Spezielle Messeinrichtungen und modifizierte Druckwalzen in den Feuchtwerken der Druckmaschinen ermöglichen zusätzlich die Reduktion auf ein Minimum des bisher notwendigen Alkoholgehalts. Die Beeinträchtigung der Umwelt und der Gesundheit der Menschen wird dadurch erheblich minimiert.

FSC

Das FSC-Label
FSC-Label

Verifizierung: Zertifizierungsnummer des Unternehmens
Periode: Jährliche Prüfung

FSC®, der Forest Stewardship Council, ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die das erste System zur Zertifizierung verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung schuf. Gleichzeitig wird das Akronym FSC® auch für das Gütesiegel benutzt, mit dem Holzprodukte aus FSC® zertifiziertem Holz gekennzeichnet werden.

Papier aus FSC® zertifiziertem Holz trägt ebenfalls dieses Label und darf von Druckereien, die in der Chain of Custody zertifiziert sind, für die Kennzeichnung eines Druckprodukts benutzt werden. Die Zertifizierung für Druckereien besteht in einer gründlichen Überprüfung des mengenmäßigen Einsatzes von FSC® – zertifizierten Papieren vor Ort, das heißt: Im Zuge jährlich stattfindender Audits wird anhand von Lieferscheinen und Rechnungen kontrolliert, ob die Ein- und Verkaufsmengen von FSC® deklariertem Papier übereinstimmen.

Das Logo mit der Zertifizierungsnummer des Unternehmens kann dann auf dem Produkt mitgedruckt werden. Dabei sind Abbildungsvorschriften wie Mindestgröße, Abstände etc. zu beachten. Mit klar definierten ökologischen wie auch sozialen Standards ist

FSC® ist zur Zeit das glaubwürdigste verfügbare Zertifizierungssystem der Waldbewirtschaftung.

 

Erzeugung Erneuerbare Energie

Erzeugung eigener erneuerbarer Energien
Erneuerbare Energien Druckereien

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: nicht relevant

Einige der im UmDEX gelisteten Druckunternehmen erzeugen ihre Energie zum Teil selbst: Solaranlagen zur Wärmegewinnung, Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung oder in die Erde eingelassene Energiepfähle, die ganzjährig für klimafreundliche Beheizung und Kühlung sorgen.

100 % zerfizierter Ökostrom

100 Prozent Strom aus erneuerbaren EnergienÖkostrom Druckereien

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Dauer des Stromliefervertrags

Mit dem Begriff Ökostrom werden üblicherweise Stromlieferverträge bezeichnet, mit denen Abnehmer bei Anbietern elektrische Energie einkaufen, die zu 100 Prozent aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenenergie, Windkraft und Wasserkraft hergestellt wird. Zertifizierte Öko-Stromanbieter dürfen nicht an einem Atomkraft- oder Kohlekraftwerk beteiligt sein und dokumentieren dies durch zertifizierte Ökostrom-Siegel. Folgende Anbieter sind zertifiziert: Die Bürgerwerke, EWS Schönau, MANN Strom, ÖKOSTROM+, Grünstromwerk, Enspire Grüner Strom, Bremer SolidarStrom, PROENGENO, Polarstern, Greenpeace Engergy, Fare Trade Power, naturstrom, PROKON, Lichtblick.

Ökologische Druckhilfsmittel

Weitestgehend umweltfreundliche Druckhilfsmittel
Symbol Druckhilfsmittel in der Druckbranche

Verifizierung: FOGRA-Liste umweltschonender Druckhilfsmittel
Periode: nicht relevant

Zu Druckhilfsmitteln, die beim Druckprozess notwendig sind, zählen gemeinhin Walzen- und Gummituchreinigungsmittel, Feuchtmittelzusätze, Drucklacke, Leime, Druckbestäubungspuder etc. Zur Reduzierung von Umwelt- und Gesundheitsbelastungen entwickelt, prüft und empfiehlt das Forschungsinstitut für Medientechnologie (FOGRA) zusammen mit der Wirtschaft seit 1990 alkoholfreie, kobaltfreie, VOC- reduzierte, mineralfreie Versionen von Feuchtmittelzusätzen, Gummituch-Reinigungsmitteln, Druckbestäubungspuder, FDA-zertifizierten Drucklacken, Leimen, Silikonemulsionen sowie weitere Druckhilfsmittel. FDA ist ein Zertifizierungssytem für gesunheitlich und ökologisch unbedenkliche Stoffe. Sie bestehen hauptsächlich aus sehr schwer flüchtigen Kohlenwasserstoffen, Pflanzenölen und Estern oder aus Gemischen dieser drei Stoffklassen.

Farben auf Pflanzenölbasis

Einsatz von Farben auf Basis pflanzlicher Öle
Druckfarben auf Pflanzenölbasis

Verifizierung: FOGRA-Liste für Mineralöl-freie Druckfarben
Periode: nicht relevant

Bei der Herstellung von Druckfarben auf Pflanzenölbasis wird gegenüber konventionellen Farben der Mineralölanteil des Bindemittels durch Pflanzenöle wie Lein- oder Sojaöl ersetzt. Offsetfarben bestehen zu etwa 40 Prozent aus Bindemitteln, 30 Prozent aus natürlichen und synthetischen Harzen und etwa 30 Prozent aus organischen Pigmenten. Diese werden aus nicht erneuerbaren Ressourcen hergestellt, das sind chemische Produkte aus Mineralöl, die sowohl bei konventionellen als auch bei Pflanzenölfarben zum Einsatz kommen, da zurzeit leider keine natürlichen Pigmente mit vergleichbaren technischen Druckeigenschaften verfügbar sind.

Klimaneutrale Einzelproduktion

Klimaneutrale Einzelproduktion
Klimanneutrale Einzelproduktion

Verifizierung: Nachweis durch den Dienstleister
Periode: Jährliche Prüfung durch externe Gutachter

Überschrift zur Beschreibung

Beschreibung.

PEFC

Das PEFC-Label
PEFC-Label

Verifizierung: Zertifizierungsnummer des Unternehmens
Periode: Jährliche Prüfung

 

PEFC-Label für Druckereien

Papier aus PEFC zertifiziertem Holz trägt dieses Siegel und darf von Druckereien, die in der Chain of Custody zertifiziert sind, als solches angeboten und verarbeitet werden. Die Zertifizierung erfolgt durch die Überprüfung der Ein- und Verkaufsmengen. Das mitgedruckte Label muss ebenfalls unbedingt die Zertifizierungsnummer des Unternehmens enthalten.

Die Nutzung dieses Label gibt jedoch keine Auskunft über nachhaltige Maßnahmen einer Druckerei. Der Fokus liegt letztlich auf der Papierherkunft, nicht auf einem nachhaltigen Produktionsprozess.

UmDEX-Tabelle D/A/CH

Symbolbeschreibung TabelleDer UmDEX summiert alle wichtigen Kriterien der Nachhaltigen Medienproduktion. Die Tabelle zeigt nur
Druckereien, die mindestens einen Score von 300 erreichen, nebst einem Top-Kriterium wie EMAS, Blauer Engel, 14001, 50001 etc.).blank

 

UmDEX-Tabelle D/A/CH

Symbolbeschreibung TabelleDer UmDEX summiert alle wichtigen Kriterien der Nachhaltigen Medienproduktion. Die Tabelle zeigt nur
Druckereien, die mindestens einen Score von 300 erreichen, nebst einem Top-Kriterium wie EMAS, Blauer Engel, 14001, 5001 etc.).blank

 

UnternehmenLinksEMASBlauer EngelISO 14001
ISO 50001
ÖUZ
EU Ecol.
FSC
ISO 9001Drpl. pl./cr.0% Alkoh. 3% Alkoh. CO2 kompl. CO2 KWÖkol. FarbeWärm. RückEigen- Energ.Öko- Strom
Druckstudiogruppe GmbHUmDEXJaJaJaJaNE1NE1JaJaJaJaNE1NeinJaJaJaJaJa1111
DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbHUmDEXJaJaNE1JaNE1NE1JaNeinJaJaJaNeinJaJaNeinNeinJa111
oeding print GmbHUmDEXJaJaJaJaNE1NE1JaJaJaJaNE1NeinJaJaJaJaJa111
Umweltdruckerei Druckerei LokayblankJaJaNE1NeinNE1NE1JaJaJaJaNE1JaJaJaJaJaJa111
Ulenspiegel Druck GmbH & Co. KGblankJaJaNE1NeinNE1NE1JaNeinJaNeinJaJaNE1JaJaNeinJa111
bonitasprint gmbhblankNeinJaNeinNeinNE1JaJaNeinJaJaNE1NeinJaJaJaJaJa111
Druckerei Janetschek GmbHblankJaNeinNE1NeinJaNE1JaJaJaJaNE1NeinJaJaNeinJaJa1111
Druckerei Kern GmbH
blankJaJaNE1NeinNE1NE1JaJaJaJaJaNeinJaJaNeinNeinJa11
Buchdruckerei Lustenau GmbHblankNeinNeinNeinJaJaJaJaJaNeinJaJaNeinJaJaJaJaNein1111
Schloemer Gruppe GmbH & Co. KGUmDEX300NeinJaNeinNeinNE1NE1JaJaJaNeinJaNeinJaJaJaNeinJa11
Vier-Türme GmbH Benedict PressUmDEX300JaJaNeinNeinNE1NE1NeinJaJaNeinJaNE1NeinJaJaJa1
O/D Ottweiler Druckerei und Verlag GmbHUmDEX300JaJaNeinNeinNE1NE1JaJaNeinNeinNeinJaJaJaNeinJa11
Bonifatius GmbHblankNeinJaNeinNeinNE1NE1JaNeinJaJaNeinJaJaNeinNeinJa111
Gründrucken Print & Pack. GmbH UmDEX300NeinJaNeinNeinNE1NE1JaNeinJaJaNeinJaJaNeinNeinJa11
ABT MediengruppeUmDEX300JaJaNE1NeinNE1NE1JaJaNeinJaNeinJaJaJaNeinJa11
Freiburger Druck GmbH & Co. KGUmDEX300JaNeinNE1NeinNE1NE1JaJaNeinJaNeinJaJaJaNeinJa11
Fr. Ant. Niedermayr GmbH & Co. KGblankNeinJaJaJaNE1NE1JaJaNeinJaNeinJaJaNeinNeinJa1111
Evers & Evers GmbH & Co. KGblankJaJaNE1NeinNE1NE1JaNeinNeinJaJaNE1JaNeinNeinJa111
Rose Druck GmbHUmDEX300JaNeinNE1NeinNE1NE1JaJaNeinNeinNeinNeinNeinNeinNeinNein111
GD Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co. KGblankNeinJaNeinJaNE1NE1JaJaNeinJaNeinJaJaJaJaJa111
Bagel Roto-Offset GmbH & Co. KGUmDEX300JaNeinNE1NeinNE1NE1JaJaJaJaNeinJaJaNeinNeinNein111
L/M/B Druck GmbH LoukoUmDEX300JaNeinNE1NeinNE1NE1JaJaJaJaNeinJaJaNeinNeinNein11
Aumüller Druck GmbH & Co. KGUmDEX300JaNeinNE1NeinNE1NE1JaJaNeinNeinJaNE1NeinNeinNeinJa11
DFS Druck Brecher GmbHUmDEX300NeinJaNeinNeinNE1NE1JaJaNeinJaNeinJaNeinNeinNeinNein11

Geben Sie Ihre eigene Adresse ein und klicken dann auf die Schaltfläche "Route zeigen".

Vier Türme GmbH, Benedict Press
0.0

Vier-Türme GmbH Benedict Press, Schweinfurter Str. 40, 97359 Münsterschwarzach
+49 (0) 9324 202 14

Evers & Evers GmbH & Co. KG
0.0

Evers & Evers GmbH & Co. KG, Ernst-Günter-Albers-Straße 13, 25704 Meldorf
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C) Zusätzliche Merkmale für umweltfreundliche Mediendienstleister

Es gibt viele weitere Merkmalen, mit denen exzellente, nachhaltige Mediendienstleister proaktiven Umweltschutz leisten. Diese Merkmale werden zum großem Teil nicht offiziell auditiert und sind nur bedingt verifizierbar. Wegen der Bedeutung z. B. von sozialem Engagement oder dem Beitrag zum Gemeinwohl, haben wir diese weiteren Merkmale im  UmDEX/print "Spektrum": zusammengefasst.

UmDEX/print "Spektrum"

Im UmDEX/print "Spektrum" werden unternehmerische Kompetenzen nichtfachlicher Natur, sogenannte Soft Skills, gelistet. Soziale und ethische Indikatoren zählen nämlich ebenso zu den nachhaltigen Leistungen eines Unternehmens wie die produktionsspezifischen Zertifizierungen und Labels. Sie werden nur selten oder so gut wie gar nicht über Zertifikate kommuniziert.

Dennoch gehören sie zum Gesamtbild eines Unternehmens, auch wenn sie nicht im UmDex Score gewertet werden. Unter den im UmDEX gelisteten Druckereien gibt es Unternehmen mit einer betrieblichen Frauenquote, andere engagieren sich bei Essenstafeln, wieder andere drucken unentgeltlich Obdachlosenzeitungen; ein Unternehmen betreibt einen Betriebskindergarten, damit auch alleinerziehende Frauen oder solche mit Migrationshintergrund Zugang zum Arbeitsmarkt finden; einige schaffen am Firmensitz Biodiversität durch Insektenhotels, Bienenstöcke oder natürliche Begrünung der Parkplätze. Und viele engagieren sich auch persönlich in regionalen Initiativen, die dem Gemeinwohl dienen.

Alle diese Kompetenzen werden Eingang in den UmDEX/print "Spektrum" finden, auch wenn sie nicht bewertet werden, denn jede dieser Leistungen spricht für sich.