Cradle to Cradle
Cradle to Cradle - ein konsequenter Ansatz der Kreislaufwirtschaft?

Cradle to Cradle (C2C) bedeutet sinngemäß „vom Ursprung zum Ursprung“. Es gilt als Ansatz für eine konsequente Kreislaufwirtschaft mit dem Ziel, den Idealfall des Recyclings zu erreichen: Alle eingesetzten Rohstoffe bzw. Bauteile sollen am Ende des Lebenszyklus eines Produkts wieder vollständig und gleichwertig in den Produktionsprozess oder Biokreislauf zurückgeführt werden können.

 

von | Dezember 2020 | Allgemein | 9 Kommentare

Papier gehört auf den Kompost? Bildquelle: Guido Rochus Schmidt, UmDEX
Papier gehört auf den Kompost? Bildquelle: Guido Rochus Schmidt, UmDEX

Entwickelt wurde dieser philosophische Ansatz Ende der 1990er Jahre von dem deutschen Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough. Cradle-to-Cradle-Produkte sollen demnach entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt oder als „technische Nährstoffe“ kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden. Eine C2C-Zertifizierung (Cradle-to-cradle certified-Produktstandard) wird seit 2010 vom Non Profit-Institut Cradle to Cradle Products Innovation Institute mit Sitz in San Francisco (USA) verliehen.

Bewertet werden dabei fünf Kriterien: Materialgesundheit, Kreislauffähigkeit, Einsatz erneuerbarer Energien, verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser sowie soziale Gerechtigkeit. Innerhalb dieser Kriterien werden fünf Zertifizierungsgrade vergeben: Basic, Bronze, Silber, Gold und Platin. Die vergebenen Siegel müssen alle zwei Jahre erneuert werden.

Seit einiger Zeit hat diese Philosophie der Kreislaufwirtschaft auch die Druckbranche erreicht. Es kursieren verheißungsvolle Vorstellungen, man könne auch Druckprodukte nach dem Gebrauch bequem kompostieren und somit nicht nur einen technischen sondern darüber hinaus auch einen biologischen Kreislauf schließen.

Ingede, Recycling, Cradle-to-Cradle

Farbenrausch nur auf dem Papier und nicht im Kompost, Bildquelle: Pixabay

INGEDE – Strategen für nachhaltiges Deinking

Die Internationale Forschungsgemeinschaft Deinking-Technik e.V., INGEDE, wurde 1989 von führenden europäischen Papierherstellern als Interessenvertretung für Unternehmen der Papierindustrie gegründet, die Altpapier zur Herstellung neuer grafischer Papiere einsetzen.

Seit der Gründung entwickelte sich INGEDE bis heute konsequent zu einem europäischen Expertenverband für Deinking-Technologie und Recyclingfähigkeit von grafischen Druckerzeugnissen. Heute konzentriert sich die Interessengemeinschaft auf die Forschung und unterstützt die freiwillige Erklärung europäischer Papierkettenverbände mit ehrgeizigen Recyclingraten in Europa.

INGEDE zielt darauf ab, die Verwendung von grafischem Altpapier (Zeitungspapier, Zeitschriften und Büropapier) zu fördern und die Bedingungen für einen erweiterten Einsatz von Altpapier für die Herstellung von Grafik- und Hygienepapieren zu verbessern. Derzeit sind über 30 europäische Deinking-Papierfabriken und Forschungsabteilungen Mitglieder und Partner von INGEDE, die zusammen annähernd sieben Millionen Tonnen grafisches Altpapier einsetzen.

Bis heute hat INGEDE mehr als 6 Millionen Euro für Forschungsprojekte ausgegeben, hat Ländervertreter in jedem europäischen Land, die Kontakt zu den Mitgliedern der Papierkette in der jeweiligen Region halten und bei Fragen unterstützen.

Interview mit Axel Fischer, Chemiker und Pressesprecher der INGEDE

Ob das Prinzip der Zirkularität, wonach Produkte und Materialien so lange wie möglich zu verwenden sind, ohne dass sie ihren Wert verlieren, auch bei eher schnelllebigen Druckprodukten realistisch umsetzbar ist, darüber kursieren unterschiedliche Meinungen. Um Fragen zu diesem Thema grundsätzlich zu klären, haben wir den Pressesprecher der INGEDE, Herrn Axel Fischer, zu einem Interview eingeladen.

Axel Fischer im Interview mit umdex.de-Redakteur Gudio Rochus Schmidt.

Interview: Guido Rochus Schmidt

In einer hübschen Animation mit dem Titel „So würde die Natur drucken“, herausgegeben von der österreichischen Druckerei Gugler, wird dargestellt, wie der Kreislauf von Druckprodukten nach dem Cradle to Cradle -Prinzip von statten geht.
Zuerst wird aus einem Baum Zellstoff zur Papierproduktion gewonnen. Dann wird das Papier in einer Druckmaschine bedruckt. Nach Gebrauch wirft der Leser einen Teil des Druckproduktes auf den Kompost, ein weiterer Teil kommt ins Recycling und ein Rest wird verbrannt. Daraus entstehen schließlich Biomasse, Schlamm und Asche, die als Dünger und Humus den Bäumen als Nahrung dienen und somit wieder als Zellstofflieferanten für neues Papier zur Verfügung stehen.

Axel Fischer: In dieser Animation wird mit bewusst falschen Angaben das Papierrecycling verteufelt und von „40 Prozent mehr oder weniger giftigem Schlamm“ gesprochen, die beim Deinking entstehen sollen. So etwas nennt man heute „Fake News“.

Papier verrottet meines Wissens in einem Zeitraum von etwa 3 bis 5 Jahren. Worin besteht der Sinn des Kompostierens von bedrucktem Papier?

Axel Fischer: Darin sehe ich überhaupt keinen Sinn. Welche Druckerei vergräbt ihre Makulatur hinter dem Haus, wer kompostiert seine alten Bücher? In Europa wurden im vergangen Jahr 72 Prozent des Papiers recycelt (diese sogenannte Recyclingquote bezieht sich auf den gesamten Papier-, Pappe- und Kartonverbrauch), in Deutschland sogar 78 Prozent, und dafür muss sich ein Druckprodukt qualifizieren: Es muss optimal rezyklierbar sein, nicht kompostierbar oder essbar. Als zusätzliche Eigenschaft ist das ja völlig in Ordnung, es darf aber nicht zum Alibi für fehlende Rezyklierbarkeit herangezogen werden, wie wir es aktuell bei einigen Druckfarben sehen.

Vertreter von Cradle to Cradle, wie etwa die Berliner Cradle to Cradle NGO, betonen, dass Papier den Recyclingprozess maximal 7 bis 10 Mal durchlaufen kann, bis die Papierfasern für einen weiteren Gebrauch zu kurz sind. Aus C2C-Perspektive gilt dies als eine Nutzungskaskade mit abnehmender Wertschöpfung, die in einem biologischen Kreislauf zur Zellstofferzeugung enden muss, da sonst das Angebot von Altpapier als Wertstoff nicht mehr ausreicht, um die ständig wachsende Nachfrage zu befriedigen. Wie hoch müsste denn der Frischfaseranteil sein, damit weiterhin genügend Altpapier für einen Recyclingprozess zur Verfügung steht?

Axel Fischer: Das klingt tatsächlich eher philosophisch als rational begründet. Bei den derzeitigen Recyclingquoten hat eine Papierfaser theoretisch etwas mehr als drei Leben. Man darf sich das auch nicht so vorstellen, dass in ein paar Jahren plötzlich alle Fasern auf einmal zu kurz sind und das Papier zerfällt. Hintergrund ist vielmehr, dass bei mechanischer Beanspruchung ab und zu ein Stückchen von einer Faser abbrechen kann, das wird dann als sogenannter Feinstoff beim Deinken, dem Entfernen der Druckfarbe, zusammen mit den Farbpartikeln ausgeschwemmt oder durch die Siebe gespült. Derzeit kommt genügend Frischfaser in den Kreislauf, damit dieser stabil immer weiterläuft. Deshalb ist ja auch ein gesundes Nebeneinander von neuem und recyceltem Papier wichtig und sinnvoll.

Einige Druckfarbenhersteller haben nun ein Farbsortiment entwickelt, das nach den Standards von Cradle to Cradle geprüft und freigegeben wurde. Um diese Zertifizierung zu erhalten, bewertete das von Prof. Dr. Michael Braungart gegründete, unabhängige Umweltinstitut EPEA die Herstellungsprozesse der Druckfarbe.
Die bewerteten Druckfarben basieren auf nachwachsenden Pflanzenölen, sind Kobalt-frei rezeptiert und erfüllen das Kriterium zur Deinkbarkeit gemäß der INGEDE-Methode 11 sowie den Vorgaben des Europäischen Altpapierrates (EPRC). Das Portfolio umfasst Skalen- und Sonderfarben für den konventionellen Offsetdruck.
Welche Anforderungen stellt die Prüfung nach der INGEDE-Methode 11 generell an die Deinkbarkeit von Druckprodukten?

Axel Fischer: Deinkbar heißt, die Druckfarben müssen sich in einem Labortest von den Fasern ablösen und aus der Fasersuppe entfernen lassen. Es ist mir neu, dass Cradle-to-Cradle-zertifizierte Druckfarben nach der INGEDE-Methode deinkbar sein sollten. Das Gegenteil ist der Fall: Bisher wurden etliche Druckfarben, die gerade nicht deinkbar sind und sich deshalb gerade nicht für Druckprodukte mit einem Blauen Engel eignen, für Cradle to Cradle angemeldet, um wenigstens irgendein Umweltzeichen zu haben. Ich sehe das als Ablasshandel, weil die Kriterien und die Bewertung nicht transparent sind. C2C ist auch kein dem Typ I der entsprechenden ISO-Norm konformes Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel. Alle von Ihnen genannten Anforderungen sind nichts Besonderes – es gibt natürlich Pflanzenölfarben, die frei sind von Kobalt und Schwermetallen und die deinkbar sind – und damit die transparenten Kriterien des viel strengeren Blauen Engel erfüllen.

Wie müsste Druckfarbe beschaffen sein, damit sie auch kompostierbar wird?

Axel Fischer: Das kann ich nicht bewerten, vermutlich ist das einfacher zu bewerkstelligen als die Deinkbarkeit, allerdings ist das in der Praxis meiner Ansicht nach irrelevant.

Cradle to Cradle wirbt damit, dass die Schlämme, die beim Deinking von C2C-zertifizierten Druckfarben anfallen, nicht giftig sind und somit als Dünger benutzbar. Welche Schadstoffe sind denn nach dem Deinking-Prozess von herkömmlichen Druckfarben im Schlamm enthalten?

Axel Fischer: Ich könnte mir vorstellen, dass aus alten Druckerzeugnissen noch das eine oder andere Schwermetall eingetragen wird, das heute längst auf der Ausschlussliste der europäischen Druckfarbenhersteller steht (Pigmente und andere Verbindungen, basierend auf Antimon, Arsen, Cadmium, Chrom(VI), Blei, Quecksilber, Selen). Oder Kupfer aus blauen Pigmenten – das ist in geringen Mengen ein lebensnotwendiges Spurenelement, in höherer Dosis gilt es als toxisches Schwermetall. Deinkingschlämme werden aber nicht kompostiert, insofern ist das irrelevant, lenkt vom eigentlichen Problem ab, also Greenwashing wie es im Buche steht.

Meines Wissens werden mittlerweile doch fast alle Druckfarben ohne Kobalt formuliert. Wodurch unterscheidet sich also der Cradle to Cradle-Schlamm vom herkömmlichen Deinking-Schlamm?

Axel Fischer: Schon der Gedanke ist absurd. Es gibt keinen Cradle-to-Cradle-Schlamm, da diese Farben ja bisher mehrheitlich gar nicht deinkbar sind und deshalb für ein hochwertiges Papierrecycling gar nicht geeignet wären, selbst wenn man alle C2C-Drucke separat erfassen würde.

Vertreter von Cradle to Cradle betonen, dass an diesem Wirtschaftsprinzip kein Weg mehr vorbeiführe, für keinen Industriezweig. Begründet wird das damit, dass sich der Mensch nicht einschränken könne. Folgerichtig müsse man ihm die Möglichkeit geben, auch in Zukunft so ausladend leben zu können wie heute, allerdings ohne Schaden anzurichten! Cradle to Cradle bietet dazu eine Möglichkeit. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Axel Fischer: Ich halte das in Bezug auf Papier und Druckfarben für Unsinn. Schlimmstes Beispiel für mich ist die C2C-Zertifizierung von Steinfolie, das ist eine Mischung aus Gesteinsmehl und Plastik, die als „Rock Paper“ beworben wird, aber keine einzige Faser enthält. Das ist allenfalls mit Bauschutt zu entsorgen. Hier sehe ich weder einen technischen noch einen biologischen Kreislauf wie von den C2C-Protagonisten propagiert.

Insgesamt mag C2C ein guter Ansatz sein bei Fernsehern oder Fahrrädern – bei Druckprodukten nicht. Hier sehe ich eher die Gefahr, dass Bücher oder Zeitschriften mit dem Label wegen der schlechter rezyklierbaren Farben tatsächlich weniger umweltverträglich werden. Ein Bärendienst für die Umwelt.

Herr Fischer, ich danke Ihnen für dieses informative Gespräch!

Axel Fischer: Ich bedanke mich für Ihr Interesse!

Für weitere Informationen zum Altpapier-Recycling und dem korrekten Deinking von Druckfarben empfiehlt die UmDEX-Redaktion die Seite von INGEDE. Dort findet sich eine große Auswahl an Artikeln rund um dieses Thema.

9 Kommentare

  1. MS

    Danke, dass mal dieses Thema „aufgerollt“ wird. Es muss doch sehr zum Nachdenken anregen, wenn etwas als „Zertifizierung“ dargestellt wird, aber die Kriterien bzw. Anforderungen werden geheim gehalten. Somit fehlt die Transparenz! Für die Kriterien an sich gibt es auch keinen Prozess der Stakeholder-Befragung!
    Die angesprochene Druckerei rühmt sich dieses Cradle to Cradle Verfahren zu haben und besonders „grün“ zu sein…. Ein blanker Hohn, wenn man bei dieser Druckerei dann sieht, dass die Druckplatten an die Fassaden angebracht sind! Ehrlich! Das werden die beschichteten Druckpatten an die Fassaden angebracht – dem sauren Regen ausgesetzt. Das bedeutet, dass die zersetzten Metalle durch den Regen in das Erdreich gelangen! Das ist doch nicht normal!?

    Antworten
  2. Thomas Zien

    Also erstmal sind Druckplatten aus Aluminium welches absolut wetterbeständig ist. Strassenlaternen und der ICE, sowie Flugzeuge viele Fahrräder und der Audi bestehen auch daraus. Dann fällt auf das Herr Fischer immer dann, wenn es um Vorteile von C2C geht, die Standartantwort „irrelevant“ hat wenn Seine Interessengemeinschaft dazu nichts beitragen kann. Statt den Gedanken von C2C aufzugreifen wird hier nach dem Motto geantwortet: Haben wir nicht und deshalb ist das blöd. Das finde ich enttäuschend, da alle an einem Strang ziehen sollten wenn es um Umweltfragen geht. Aber hier wird doch leider nur Lobbyarbeit betrieben.

    Antworten
    • Axel Fischer

      Hallo Herr Zien, Druckprodukte werden nun einmal nicht kompostiert, deshalb ist die Frage nach der Kompostierbarkeit von Druckfarben tatsächlich irrelevant. Relevant ist die Frage nach der Rezyklierbarkeit. Wohin geht Ihre Makulatur? Hinters Haus, in den Garten? Oder als Altpapier, ins Recycling (und Sie wollen dafür bestimmt von Ihrem Entsorger auch eine Vergütung)? Dann könnte Ihre Makulatur bei bestimmten Cradle-to-Cradle-Farben eher das Papierrecycling beeinträchtigen! Bei Fragen stehe ich gerne Zur Verfügung. Und natürlich ist das Lobbyarbeit — für das Papierrecycling, für den Blauen Engel, gegen Greenwashing.
      Beste Grüße
      Axel Fischer

      Antworten
  3. Florian

    Wenn man ein Interview mit jemandem führt, dessen Haupttätigkeit es ist die Stimme eines Unternehmens nach außen zu sein, das sich in allererster Linie mit Recycling beschäftigt und der Inhalt des Interviews C2C ist, was den Recyclinggedanken kritisch hinterfragt und versucht bestmöglich neu zu denken (Upcycling anstelle von downcycling), was erwartet man als Antwort? Das ist wie wenn ich mit dem Pressesprecher eines Elektroautomobilherstellers über Brennstoffzellentechnologie spreche.
    Mal im Ernst: Wenn wir auf einer Plattform für nachhaltige Medien mehrere Lager aufschlagen und versuchen die gegenseitigen Gedanken, die (wohlgemerkt) alle in die gleiche Richtung abzielen (nämlich unsere Welt ein bisschen besser zu gestalten) zu zerschlagen und zu kanibalisieren (was ohnehin in der Branche schon genug praktiziert wird), dann Gut‘ Nacht Vaterland! Das ist wohl offenkundig der schlechteste aller Ansätze.

    Antworten
    • Guido Schmidt

      Lieber Florian,

      dein Vergleich hinkt. Es geht hier nicht darum etwas schlecht zu machen oder eine vorgefasste Meinung bestätigt zu sehen, sondern darum klarzustellen, dass CtC mit Behauptungen wirbt, die falsch sind. Es werden Druckfarben angepriesen, die angeblich nach INGEDE Methode 11 zertifiziert, also sauber rezyklierbar sind. Diese Behauptung sollte u.a. überprüft werden, da dies für Druckereien wichtig ist, die mit CtC – Farben arbeiten wollen und die letztlich ein Problem bekommen, wenn die CtC-Farben dies nicht erfüllen. Es geht hier also um die Sache der Nachhaltigkeit. Deshalb sprach ich mit Axel Fischer von INGEDE, der nicht nur Pressesprecher ist, sondern seit 30 Jahren als Farbchemiker dort arbeitet, um den Recyclingprozess von Papier so effektiv wie möglich zu gestalten. Und wenn CtC-Farben nicht deinkbar sind, dann funktioniert dieser Prozess nun mal nicht. Ich habe 35 Jahre als Umweltbeauftragter eine bayerischen Öko-Druckerei gearbeitet und weiß definitiv worum es da geht. Und ich bin froh, dass es Leute wie Axel Fischer gibt, die in Sachen Nachhaltigkeit und Papierrecycling genügend Sachwissen besitzen, um Druckereien seriös zu beraten und aufzuklären. Und das ist – um in deinem Jargon zu bleiben – gut fürs Vaterland.

      Antworten
  4. Nöthling, Frank

    Guten Tag. Um in diese Diskussion etwas Klarheit zu bringen, müssen wir natürlich erst mal die Prozesse betrachten wie sie real stattfinden, also der Ist-Zustand. Erst dann können wir weitergehende Schlüsse ziehen. Aktuell ist es so, dass wenn ein Printprodukt seinen Sinn erfüllt hat, also gelesen ist oder defekt, landet es in der Regel im Papierrecyclingprozess, nicht auf dem Kompost. Von daher ist es nur logisch Herrn Fischer von Ingede hinzuzuziehen um mit Ihm über das Thema c2C zu sprechen. Denn wenn sich ein Printprodukt kompostieren lassen soll, sollte es ja völlig problemlos auch recycelbar sein, oder etwa nicht? Ich habe mich mit dem Thema Cradle to Cradle und Papierrecycling intensiv beschäftigt, habe mit dem Repräsentanten einer schweizer C2C Firma mehrfach telefoniert und Argumente ausgetauscht. Es ist völlig klar, dass Druckfarben chemische Substanzen sind, die natürlich eine gewisse Zeit brauchen um sich in der Natur (kompostieren) in seine chemischen Bestandteile zu zersetzen. Die Naturöle zersetzen sich vielleicht schnell, das Papier vielleicht auch in einigen Jahren, das mag sein. Übrig bleiben aber auf jeden Fall die Pigmente der Farbe denn die sind nun mal definitiv aus Kunsstoffen. Es ist völlig klar, dass bei Buchprodukten beim Komposieren auch der Buchrückenleim übrigbleibt, selbst wenn das Papier und die Farben länst zerfallen sind. Diese Buchleimwurst ist aus Plastik und zerfällt wohl irgendwann in Microplastik.Weitergehend besteht Ökoveredelungsfolie aus einer massiven Ansammlung von Chemie um Pflanzenfasern transparent zu machen. Soweit die Fakten. wenn ich nun ein C2c Buch-Produkt auf meinem Kompost vergraben würde, muss ich davon ausgehen, dass meine Tomaten in kommenden Jahren Erde mit Plasiikbestandteilen, Kunststoffen und chemischen Zusätzen bekommen würden, da weder die Pigmente, noch der Buchleim in absehbarer Zeit biologisch abbaubar sind. Von der in allen Produktbestandteilen enthaltenen Chemie ganz zu schweigen. Das musste auch der Repräsentant der C2C Firma einräumen. Von daher wäre es für mich keine wirkliche Option Bücher auf meinem Kompost zu kompostieren, da sich die Kunststoffanteile und Chemie der Papierprodukte in meiner Erde anreichern würden. Ich will C2C nicht schlecht machen, aber die Königslösung ist es leider (noch?) nicht. Papierrecycling ist real, C2C in Teilen leider noch Fiction, das Marketig ist gut gemacht, die Ziele sind edel, doch bei gesamtheitlicher Betrachtung leider noch nicht ausreichend und vollumfänglich umsetzbar. Das ist meine Meinung zu diesem Thema, Vielen Dank, Mein Name ist Frank Nöthling, „Books for Future“

    Antworten
  5. Michael Braungart

    Ihr seid ja ganz schöne Feiglinge!!
    Ladet mich doch mal zum Streitgespräch ein !
    Eure scheinargumente sind reine
    Propaganda.
    Aber Ihr habt ja keinen Mumm!!
    Herzlichst
    Michael Braungart

    Antworten
    • Jürgen Zietlow

      Hallo Herr Herr Braungart,

      genau das war der Plan des Autoren Guido Rochus Schmidt. Er hat ein Whitepaper verfasst, um die Vor- und Nachteil jeweiliger Umweltlabels und Zertifizierungsprozesse sachlich darzulegen. Gar nicht tendenziell, sondern faktisch. Da schneidet also Cradle-to-Cradle nicht generell „schlecht“ ab. Das Whitepaper liegt derzeit einigen Stellen vor und sollte, so teilt es Herr Schmidt mit, auch an Ihr Büro übersendet werden, definitiv bevor es veröffentlicht wird. Also explizit nicht ohne Ihre Stellungnahme. Soviel kann ich zusichern und dies entspricht auch generell unserem Doing.

      Bitte bedenken Sie auch, dass Herr Schmidt hier ein Interview geführt hat, die Antworten jedoch auch von INGEDE, Herrn Fischer, geliefert wurden, der, so sehen wir und weitere Experten das, konkret und nach besten Wissen und Gewissen geantwortet hat.

      Wir freuen uns sehr über den Dialog mit Ihnen. Danke für Ihren Beitrag, auch, wenn wir ganz sicher keine „Feiglinge“ sind und auch jede Menge „Mumm“ haben:).

      Jürgen Zietlow

      Antworten
  6. Frank Nöthling

    Guten Tag, ich freue mich sehr über Feedback das mich zu meinem obigen Beitrag auf anderen Kanälen erreicht. (Lieber Herr Baumgart, leider habe ich Ihren Einwand nicht verstanden und weiss leider auch nicht genau, wen Sie meinen wer hier keinen Mumm hat). Ich weiss genau, dass konträrere Diskussionen ein Bestandteil unserer freiheitlichen Welt sein müssen. Man kann sich zum Thema CtC und Papierrecycling zwar in vielfältigen Details verlieren. Klar ist jedoch für mich, dass der momentane Weg Materialien wieder aufzubereiten um Recourcen zu schonen (Holz/Bäume) jahrelang entwickelt und sehr weit fortgeschritten ist. Der Weg der 100 % Kompostierung von Printprodukten würde in der Weiterführung bedeuten, dass ohne Recyclingprozesse, Materialien wie Papier ständig neu produziert werden müssten, was beim derzeitigen Verbrauch der Welt gar nicht möglich wäre. Deshalb ist es nicht produktiv, Materialien bei CtC zu verwenden, die zwar möglicherweise großteils kompostierbar sind, aber bewährte Recyclingprozesse stören und zu diskutieren was jetzt wohl die bessere Idee ist. Die beste Idee wäre aus meiner Sicht, sich mit Recyclingspezialisten wie Herr Fischer zusammenzutun um wirkliche Lösungen zu finden. Idealerweise sollte ich es mir aussuchen können, ob ich ein Printprodukt in den Reyclingprozess bringe oder kompostiere. „Gemäß der Verordnung über die Verwertung von Bioabfällen auf landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzen Böden ist die Zugabe von 0,5% Altpapier zur Kompostierung gestattet“ (Quelle: Fachgruppe Druckfarben). Es gibt also momentan schon klare Aussagen zur Kompostierbarkeit von Printprodukten. Hier wird aber nur über Farben gesprochen. Eher nicht über Buchleim, ökologische Folien, oder Restchemie in den Papieren. Seis drum, ich würde mir sehr viel mehr Zusammenarbeit wünschen, denn der Weg des Papierreycling ist schon aus o.g. Gründen unumgänglich.
    Diese Erkenntnis sollte auch den Gedanken von CtC erhellen, damit wir in Zukunft immer mehr unsere Umwelt schonen und mit vereinten Kräften den Herausforderungen begegnen können. Es grüßt Sie Frank Nöthling, Books for Future

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  1. Cradle to Cradle - ein konsequenter Ansatz der Kreislaufwirtschaft? - Two Sides Germany - […] Author: Guido R. Schmidt, mit freundlicher Unterstützung von umdex.de. […]

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Guido Rochus Schmidt

Guido Rochus Schmidt

Umweltexperte u. Autor

Guido Rochus Schmidt war von 1979 bis 2013 Geschäftsführer der Ulenspiegel Druck GmbH & Co. KG, die 1999 als erste Druckerei Bayerns das EMAS-Zertifikat der Europäischen Union erhielt. Als Umweltexperte betreute er von 1999 bis 2017 die ökologische Fortentwicklung des Unternehmens. Seit 2017 berät der Experte Unternehmen bei allen Fragen der Nachhaltigen Medienproduktion.

Fokus

Fokus-Slider f. alle Bereiche
Zertifizierungsberatung bei Print
Warum kommt die nachhaltige Transformation in der Druckbranche, verglichen mit anderen Branchen, derzeit noch langsamer voran? Und wie (be)rechnet sich Nachhaltigkeit? Das und mehr haben wir mit dem Consultingteam der Umweltdruck Berlin GmbH diskutiert.

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  1. MS

    Danke, dass mal dieses Thema „aufgerollt“ wird. Es muss doch sehr zum Nachdenken anregen, wenn etwas als „Zertifizierung“ dargestellt wird, aber die Kriterien bzw. Anforderungen werden geheim gehalten. Somit fehlt die Transparenz! Für die Kriterien an sich gibt es auch keinen Prozess der Stakeholder-Befragung!
    Die angesprochene Druckerei rühmt sich dieses Cradle to Cradle Verfahren zu haben und besonders „grün“ zu sein…. Ein blanker Hohn, wenn man bei dieser Druckerei dann sieht, dass die Druckplatten an die Fassaden angebracht sind! Ehrlich! Das werden die beschichteten Druckpatten an die Fassaden angebracht – dem sauren Regen ausgesetzt. Das bedeutet, dass die zersetzten Metalle durch den Regen in das Erdreich gelangen! Das ist doch nicht normal!?

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  2. Thomas Zien

    Also erstmal sind Druckplatten aus Aluminium welches absolut wetterbeständig ist. Strassenlaternen und der ICE, sowie Flugzeuge viele Fahrräder und der Audi bestehen auch daraus. Dann fällt auf das Herr Fischer immer dann, wenn es um Vorteile von C2C geht, die Standartantwort „irrelevant“ hat wenn Seine Interessengemeinschaft dazu nichts beitragen kann. Statt den Gedanken von C2C aufzugreifen wird hier nach dem Motto geantwortet: Haben wir nicht und deshalb ist das blöd. Das finde ich enttäuschend, da alle an einem Strang ziehen sollten wenn es um Umweltfragen geht. Aber hier wird doch leider nur Lobbyarbeit betrieben.

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    • Axel Fischer

      Hallo Herr Zien, Druckprodukte werden nun einmal nicht kompostiert, deshalb ist die Frage nach der Kompostierbarkeit von Druckfarben tatsächlich irrelevant. Relevant ist die Frage nach der Rezyklierbarkeit. Wohin geht Ihre Makulatur? Hinters Haus, in den Garten? Oder als Altpapier, ins Recycling (und Sie wollen dafür bestimmt von Ihrem Entsorger auch eine Vergütung)? Dann könnte Ihre Makulatur bei bestimmten Cradle-to-Cradle-Farben eher das Papierrecycling beeinträchtigen! Bei Fragen stehe ich gerne Zur Verfügung. Und natürlich ist das Lobbyarbeit — für das Papierrecycling, für den Blauen Engel, gegen Greenwashing.
      Beste Grüße
      Axel Fischer

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  3. Florian

    Wenn man ein Interview mit jemandem führt, dessen Haupttätigkeit es ist die Stimme eines Unternehmens nach außen zu sein, das sich in allererster Linie mit Recycling beschäftigt und der Inhalt des Interviews C2C ist, was den Recyclinggedanken kritisch hinterfragt und versucht bestmöglich neu zu denken (Upcycling anstelle von downcycling), was erwartet man als Antwort? Das ist wie wenn ich mit dem Pressesprecher eines Elektroautomobilherstellers über Brennstoffzellentechnologie spreche.
    Mal im Ernst: Wenn wir auf einer Plattform für nachhaltige Medien mehrere Lager aufschlagen und versuchen die gegenseitigen Gedanken, die (wohlgemerkt) alle in die gleiche Richtung abzielen (nämlich unsere Welt ein bisschen besser zu gestalten) zu zerschlagen und zu kanibalisieren (was ohnehin in der Branche schon genug praktiziert wird), dann Gut‘ Nacht Vaterland! Das ist wohl offenkundig der schlechteste aller Ansätze.

    Antworten
    • Guido Schmidt

      Lieber Florian,

      dein Vergleich hinkt. Es geht hier nicht darum etwas schlecht zu machen oder eine vorgefasste Meinung bestätigt zu sehen, sondern darum klarzustellen, dass CtC mit Behauptungen wirbt, die falsch sind. Es werden Druckfarben angepriesen, die angeblich nach INGEDE Methode 11 zertifiziert, also sauber rezyklierbar sind. Diese Behauptung sollte u.a. überprüft werden, da dies für Druckereien wichtig ist, die mit CtC – Farben arbeiten wollen und die letztlich ein Problem bekommen, wenn die CtC-Farben dies nicht erfüllen. Es geht hier also um die Sache der Nachhaltigkeit. Deshalb sprach ich mit Axel Fischer von INGEDE, der nicht nur Pressesprecher ist, sondern seit 30 Jahren als Farbchemiker dort arbeitet, um den Recyclingprozess von Papier so effektiv wie möglich zu gestalten. Und wenn CtC-Farben nicht deinkbar sind, dann funktioniert dieser Prozess nun mal nicht. Ich habe 35 Jahre als Umweltbeauftragter eine bayerischen Öko-Druckerei gearbeitet und weiß definitiv worum es da geht. Und ich bin froh, dass es Leute wie Axel Fischer gibt, die in Sachen Nachhaltigkeit und Papierrecycling genügend Sachwissen besitzen, um Druckereien seriös zu beraten und aufzuklären. Und das ist – um in deinem Jargon zu bleiben – gut fürs Vaterland.

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  4. Nöthling, Frank

    Guten Tag. Um in diese Diskussion etwas Klarheit zu bringen, müssen wir natürlich erst mal die Prozesse betrachten wie sie real stattfinden, also der Ist-Zustand. Erst dann können wir weitergehende Schlüsse ziehen. Aktuell ist es so, dass wenn ein Printprodukt seinen Sinn erfüllt hat, also gelesen ist oder defekt, landet es in der Regel im Papierrecyclingprozess, nicht auf dem Kompost. Von daher ist es nur logisch Herrn Fischer von Ingede hinzuzuziehen um mit Ihm über das Thema c2C zu sprechen. Denn wenn sich ein Printprodukt kompostieren lassen soll, sollte es ja völlig problemlos auch recycelbar sein, oder etwa nicht? Ich habe mich mit dem Thema Cradle to Cradle und Papierrecycling intensiv beschäftigt, habe mit dem Repräsentanten einer schweizer C2C Firma mehrfach telefoniert und Argumente ausgetauscht. Es ist völlig klar, dass Druckfarben chemische Substanzen sind, die natürlich eine gewisse Zeit brauchen um sich in der Natur (kompostieren) in seine chemischen Bestandteile zu zersetzen. Die Naturöle zersetzen sich vielleicht schnell, das Papier vielleicht auch in einigen Jahren, das mag sein. Übrig bleiben aber auf jeden Fall die Pigmente der Farbe denn die sind nun mal definitiv aus Kunsstoffen. Es ist völlig klar, dass bei Buchprodukten beim Komposieren auch der Buchrückenleim übrigbleibt, selbst wenn das Papier und die Farben länst zerfallen sind. Diese Buchleimwurst ist aus Plastik und zerfällt wohl irgendwann in Microplastik.Weitergehend besteht Ökoveredelungsfolie aus einer massiven Ansammlung von Chemie um Pflanzenfasern transparent zu machen. Soweit die Fakten. wenn ich nun ein C2c Buch-Produkt auf meinem Kompost vergraben würde, muss ich davon ausgehen, dass meine Tomaten in kommenden Jahren Erde mit Plasiikbestandteilen, Kunststoffen und chemischen Zusätzen bekommen würden, da weder die Pigmente, noch der Buchleim in absehbarer Zeit biologisch abbaubar sind. Von der in allen Produktbestandteilen enthaltenen Chemie ganz zu schweigen. Das musste auch der Repräsentant der C2C Firma einräumen. Von daher wäre es für mich keine wirkliche Option Bücher auf meinem Kompost zu kompostieren, da sich die Kunststoffanteile und Chemie der Papierprodukte in meiner Erde anreichern würden. Ich will C2C nicht schlecht machen, aber die Königslösung ist es leider (noch?) nicht. Papierrecycling ist real, C2C in Teilen leider noch Fiction, das Marketig ist gut gemacht, die Ziele sind edel, doch bei gesamtheitlicher Betrachtung leider noch nicht ausreichend und vollumfänglich umsetzbar. Das ist meine Meinung zu diesem Thema, Vielen Dank, Mein Name ist Frank Nöthling, „Books for Future“

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  5. Michael Braungart

    Ihr seid ja ganz schöne Feiglinge!!
    Ladet mich doch mal zum Streitgespräch ein !
    Eure scheinargumente sind reine
    Propaganda.
    Aber Ihr habt ja keinen Mumm!!
    Herzlichst
    Michael Braungart

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    • Jürgen Zietlow

      Hallo Herr Herr Braungart,

      genau das war der Plan des Autoren Guido Rochus Schmidt. Er hat ein Whitepaper verfasst, um die Vor- und Nachteil jeweiliger Umweltlabels und Zertifizierungsprozesse sachlich darzulegen. Gar nicht tendenziell, sondern faktisch. Da schneidet also Cradle-to-Cradle nicht generell „schlecht“ ab. Das Whitepaper liegt derzeit einigen Stellen vor und sollte, so teilt es Herr Schmidt mit, auch an Ihr Büro übersendet werden, definitiv bevor es veröffentlicht wird. Also explizit nicht ohne Ihre Stellungnahme. Soviel kann ich zusichern und dies entspricht auch generell unserem Doing.

      Bitte bedenken Sie auch, dass Herr Schmidt hier ein Interview geführt hat, die Antworten jedoch auch von INGEDE, Herrn Fischer, geliefert wurden, der, so sehen wir und weitere Experten das, konkret und nach besten Wissen und Gewissen geantwortet hat.

      Wir freuen uns sehr über den Dialog mit Ihnen. Danke für Ihren Beitrag, auch, wenn wir ganz sicher keine „Feiglinge“ sind und auch jede Menge „Mumm“ haben:).

      Jürgen Zietlow

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  6. Frank Nöthling

    Guten Tag, ich freue mich sehr über Feedback das mich zu meinem obigen Beitrag auf anderen Kanälen erreicht. (Lieber Herr Baumgart, leider habe ich Ihren Einwand nicht verstanden und weiss leider auch nicht genau, wen Sie meinen wer hier keinen Mumm hat). Ich weiss genau, dass konträrere Diskussionen ein Bestandteil unserer freiheitlichen Welt sein müssen. Man kann sich zum Thema CtC und Papierrecycling zwar in vielfältigen Details verlieren. Klar ist jedoch für mich, dass der momentane Weg Materialien wieder aufzubereiten um Recourcen zu schonen (Holz/Bäume) jahrelang entwickelt und sehr weit fortgeschritten ist. Der Weg der 100 % Kompostierung von Printprodukten würde in der Weiterführung bedeuten, dass ohne Recyclingprozesse, Materialien wie Papier ständig neu produziert werden müssten, was beim derzeitigen Verbrauch der Welt gar nicht möglich wäre. Deshalb ist es nicht produktiv, Materialien bei CtC zu verwenden, die zwar möglicherweise großteils kompostierbar sind, aber bewährte Recyclingprozesse stören und zu diskutieren was jetzt wohl die bessere Idee ist. Die beste Idee wäre aus meiner Sicht, sich mit Recyclingspezialisten wie Herr Fischer zusammenzutun um wirkliche Lösungen zu finden. Idealerweise sollte ich es mir aussuchen können, ob ich ein Printprodukt in den Reyclingprozess bringe oder kompostiere. „Gemäß der Verordnung über die Verwertung von Bioabfällen auf landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzen Böden ist die Zugabe von 0,5% Altpapier zur Kompostierung gestattet“ (Quelle: Fachgruppe Druckfarben). Es gibt also momentan schon klare Aussagen zur Kompostierbarkeit von Printprodukten. Hier wird aber nur über Farben gesprochen. Eher nicht über Buchleim, ökologische Folien, oder Restchemie in den Papieren. Seis drum, ich würde mir sehr viel mehr Zusammenarbeit wünschen, denn der Weg des Papierreycling ist schon aus o.g. Gründen unumgänglich.
    Diese Erkenntnis sollte auch den Gedanken von CtC erhellen, damit wir in Zukunft immer mehr unsere Umwelt schonen und mit vereinten Kräften den Herausforderungen begegnen können. Es grüßt Sie Frank Nöthling, Books for Future

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