Nachhaltigkeit während der drupa 2024
Focused on Sustainability!

Die nachhaltige Transformation ist Realpolitik, mit Relevanz für alle Betriebsgrößen – sie kalibriert technische, strategische und formal-administrative Optionen. Die Gattungen Print und Digital schieben sich gerade wie tektonische Platten ineinander. Dabei entstehen neue Handlungsfelder, Spielräume, Synergien und hybride Medienformate. Strategische Schnittmengen zwischen Omnichannel-Marketing und Print zahlen auf die Nachhaltigkeit ein – so auch die rein technische Digitalisierung wie Programmatic Printing, Druckerei-Managementsysteme, digitale Mess- und Druckverfahren oder z. B. digital effizientere Workflows: Ökonomisch wird, was ökologisch ist. Die drupa adaptiert die Bedeutung der Nachhaltigkeit und präsentiert ein interdisziplinäres Angebot, durch Touchpoints, Events, den drupa-Cube usw. Ein Überblick von Jürgen Zietlow.

Nachhaltigkeit auf der drupa 2024
Die Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema auf dem touchpoint sustainability, spielt aber auch auf dem Kongress, dem drupa cube und im Rahmen anderer Touchpoints eine große Rolle. Bildquelle: Messe Düsseldorf/ctillmann
Die Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema auf dem touchpoint sustainability, spielt aber auch auf dem Kongress, dem drupa cube und im Rahmen anderer Touchpoints eine große Rolle. Bildquelle: Messe Düsseldorf/ctillmann

Nach einer aktuellen Datenerhebung der Brancheninitiative UmDEX sind aktuell rund 80 zumeist kleine und mittelständische Druckereien von rund 5.000 Betrieben (Statista) sowohl unternehmensweit als auch für Produkte umfänglich, da hybrid und offiziell zertifiziert (Basis: Typ-1-Umweltzeichen). Diese Druckereien können z. B. Druckprodukte mit dem Blauen Engel DE-UZ 195 oder mit dem EU-Ecolabel zertifizieren und/oder managen ihre Unternehmen mit Systemen wie DIN EN ISO 14000 (Umwelt) oder 50001 (Energie), berichten nach EMAS-Standard und/oder sind mit EcoVadis- oder GWÖ zertifiziert.

Von der Freiwilligkeit zu gültigen Standards:

Das Gros der Druck- und Medienbranche besteht überwiegend aus kleinen Unternehmen bis 50 Mitarbeiter:innen – Druckereien, aber auch Agenturen und selbst Marketingabteilungen großer Brands scheuen die administrativen und finanziellen Aufwände beim zertifizierten Umweltschutz. Jeder Mehraufwand wird abgewogen. 

Wachsender Handlungsdruck für alle Betriebsgrößen

Interessanterweise waren es bisher häufig gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die sich professionell zertifiziert nachhaltig ausgerichtet haben – trotz aller Aufwände. Das geschah seit den 2010ner Jahren nicht nur aus ökonomischen oder gesetzlichen Gründen – sondern häufig wertebasiert, wie z. B. bei der Druckstudio GmbH, eine Bogenoffset-Druckerei in typischer Betriebsgrößenklasse. In Summe gingen die Maßnahmen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.  

Muss das sein? 

Zwar gab es schon vor dem Inkrafttreten des Europäischen Green Deals im Dezember 2019 verbindliche EU-Richtlinien zum Klima- und Umweltschutz. Seither haben sich jedoch weiterführende Regularien exponentiell entwickelt – und betreffen zunehmend auch kleinere Unternehmen. Einige Beispiele: 

CO₂-Preis und Lieferkettensorgfalt

Die CO₂-Preise steigen weiter (2022: 25 Euro, 2023: 30 Euro, 2024: 45 Euro, aktueller Preis lt. Ariva Indikation ca. 70 Euro). Zunehmend rentabilisieren sich Aufwände für Managementsysteme wie ISO 50001 (Energiemanagement), Investitionen in effizientere Maschinen und Anlagen, bauliche Maßnahmen oder die Umstellung auf E-Mobilität.

Weitere EU-Richtlinien wie z. B. die CSDDD (Corporate Sustainability Due Diligence Directive), in etwa analog zum deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz (LkSG), sind zwar für kleinere Unternehmen nur indirekt relevant – doch ein zentraler Aspekt der CSDDD ist die Verpflichtung für Unternehmen mit 1.000 oder mehr Mitarbeiter:innen (seit 2024, mit Übergangsfristen für verschiedene Unternehmensgrößen), negative Auswirkungen auf die Umwelt und Menschenrechte zu identifizieren und zu reduzieren. 

Diese Sorgfaltspflicht erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette – inklusive aller vorgelagerten und nachgelagerten Aktivitäten. 

Das schließt zunehmend z. B. auch Druckprodukte und diverse weitere grafische Dienstleistungen ein – betroffene Unternehmen geben ihre Pflichten also an ihre Lieferketten weiter, Stichwort: Pushdown-Verträge.

Nachhaltigkeit auf der drupa 2024

Im Rahmen der drupa finden Besucher:innen mit speziellem Interesse an der nachhaltigen Transformation ein breit gefächertes Angebot, wie weiter im Text zusammengefasst. Bildquelle (bearbeitet): Messe Düsseldorf/ctillmann

Berichtswesen und Transparenz

EU-Institutionen haben sich 2022 zudem auf eine neue Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) geeinigt. Die Berichtspflicht für Unternehmen gilt nach einer aktuellen Novelle ab dem Berichtsjahr 2024 für kapitalmarktorientierte Unternehmen und ab 2025 in einer Neufassung für Unternehmen, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen (Quelle: Umweltbundesamt):

  • Bilanzsumme von mindestens 25 Millionen Euro.
  • Nettoumsatzerlöse von mindestens 50 Millionen Euro.
  • mindestens 250 Beschäftigte (Durchschnitt, Geschäftsjahr).

In Deutschland betrifft das mindestens 15.000 Unternehmen. 

Doch auch kleinere Unternehmen sind indirekt unmittelbar betroffen!

CSR-Berichte (Corporate Social Responsibility) stehen für grundsätzliche Gedanken, als Basis für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Sie sollen das Bewusstsein dafür schaffen, Verantwortung zu tragen und proaktiv zu handeln. 

ESG-Berichte umfassen gezieltere Handlungsoptionen. Aus dem Bewusstsein sollen messbare, nachvollziehbare Aktionen entstehen. 

Zum Beispiel werden in EMAS-Umwelterklärungen CO₂-Bilanzen erfasst und darin auch äußere Faktoren (Geschäftsumfeld) beschrieben bzw. gewichtet. In den gängigen Input/Output-Analysen finden sich konkrete Angaben z. B. über eingekaufte Waren, z. B. auch über Papier, Druckfarben, Chemikalien oder auch Druckprodukte etc. Darum sind auch Druck- und Mediendienstleister als Zulieferer betroffen.

Daneben werden Ausschreibungskriterien öffentlicher Stellen entsprechend angepasst und Aufträge zunehmend an vorgenannte Standards und Normen gebunden. 

Zeitgleich schränkt die Green Claim Directive (GCD, Vorläufer: Directive of Empowering Consumers for the Green Transition, ECGT), Greenwashing stark ein: Unternehmen müssen werbliche Aussagen zur Nachhaltigkeit, z. B. dass digitale Medien nachhaltiger sind als Print, künftig exakt nachweisen können. Für alle Unternehmen gilt: 

Nachhaltige Claims unterliegen einer konkreten Nachweispflicht! 

Ansonsten drohen Strafen oder Abmahnungen.

Die sukzessive Umkehrung der Nachweispflicht

Während fair und nachhaltig aufgestellte Unternehmen ihre Produkte bisher speziell deklarieren mussten, etwa, um Mehrpreise zu erklären, sollen künftig alle Unternehmen nachweisen, dass sie Mindeststandards bei der Nachhaltigkeit und bei sozialen Fragen einhalten. Ansonsten sind sie es, die sich erklären müssen.  

Nachhaltigkeit: Exponentiell steigende Nachfrage

Schon mit Blick auf die Berichtspflichten und das Lieferkettengesetz wird deutlich, dass Unternehmen jeweiliger Lieferketten (Peripherie) zwar geringer belastet als große Unternehmen – und doch zunehmend konkret betroffen sind. 

Es besteht akuter Handlungsbedarf. 

Darum ist die Nachfrage nach Fachinformationen immens – teils aus Überzeugungen, teils notgedrungen.  

Adapt or Die: Wie? Besser: Warum und wohin!

Zwar identifizieren sich viele Unternehmen noch als Betroffene bzw. Belastete. Doch die Motivation wächst, sich als Beteiligte der nachhaltigen Transformation zu definieren, denn: Neben den faktischen WIE-Kriterien (technische, strategische und administrative Umsetzung), werden die Perspektiven verschiedener EU-Richtlinien vonseiten der Wissenschaft und Forschung um wesentliche WARUM– und WOHIN-Kriterien (Zukunftsfähigkeit) erweitert. 

Diese mehrdimensionale Betrachtung sensibilisiert für die kollektiven Dimensionen der Transformation – neben dem Klima- und Umweltschutz.  

Zu diesen WARUM-Argumenten zählen Energiesouveränität, Energiewertschöpfung (Energiereichtum), Energie-Versorgungssicherheit (Generationen-Garantie), die Stärkung der regionalen Resilienz (regionalisierte Energieversorgung) oder wirtschaftliche Effekte für die Green Economy durch den Bau von Maschinen und Anlagen.  

Auf der WOHIN-Timeline betrachtet, die größer als ein bis zwei Jahre ist, offenbaren sich enorme volkswirtschaftliche Effekte für die EU, als größten Binnenmarkt der Welt. 

Investitionssicherheit

Entgegen haltloser Versprechungen populistischer Parteien, etwa das Aus für Verbrenner zu stoppen und generell den Klimawandel einfach zu ignorieren, haben sich die westliche Wertegemeinschaft und auch Riesenländer wie China längst festgelegt. 

Die einzelnen Mechanismen und Richtlinien, die sich unterhalb der supranationalen ESG-Ebene mit dem European Green Deal kaskadenartig miteinander verbinden, sind international verkabelt und allenfalls noch in Nuancen Ländersache. Diese transnationale Allianz schließt westliche Banken, führende Investitionsgesellschaften, Rentenfonds, die gesamte Digital- und Medienindustrie sowie fast sämtliche global aktiven Handelsunternehmen ein. Dazu zählen auch sämtliche bedeutende Dachverbände der deutschen Industrie. 

Die globale nachhaltige Transformation ist gesetzt.

Aus der internationalen Vogelperspektive betrachtet, sind Investitionen in Technologien und Systeme zur Förderung der nachhaltigen Transformationen gesichert – und deshalb elementar für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

Entsprechend der Bedeutung dieses Themas bietet die Messe Düsseldorf dahingehend große Räume und Themenwelten an – die nachhaltige Transformation zählt zu den Fokusthemen dieser Weltmesse. 

drupa 2024: Hotspot(s) zur nachhaltigen Transformation

Nachhaltigkeit auf der drupa 2024

Das nachfolgend beschriebene Programm ist eine Zusammenfassung der Brancheninitiative UmDEX und umfasst Sonderflächen und entsprechende Vorort-Vorträge, den drupa-Kongress (drupa cube) sowie weitere Angebote zum Thema. Bildquelle: Messe Düsseldorf/ctillmann

Die drupa spannt ein großes Dach über die zwei sich oft überschneidenden Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung. In puncto Nachhaltigkeit bietet das Rahmenprogramm diverse Kommunikationsformate und belastbare Informationen aus Wissenschaft und Forschung. Thematische Brücken führen zu Entwicklungen und Trends aus der realen Wirtschaft und der Industrie. Sonderflächen und sogenannte Touchpoints, thematisch fokussierte Inseln der Kommunikation, vermitteln das Thema durch integrierte Vorträge, Diskussionen, Talkrunden und Interviews. Daneben stehen affine Vorträge im Programm des drupa-Kongresses, dem drupa-Cube

A sustainable Framework is the Key!

Das gesamte Dachthema funktioniert wie eine Zeitmaschine. Besucher:innen reisen hier in die nachhaltige Zukunft – oft bis weit in die 2030er-Jahre hinein. 

Tipp 1: Präfix Sustainable responsibility and Corporate Social 

Wir haben das Framework zur Nachhaltigkeit sondiert, sortiert und nachfolgend über 50 relevante Direktlinks gefunden. Unsere Gespräche mit Ausstellern haben überdies gezeigt, dass fast jedes Unternehmen auch abseits des offiziellen Rahmenprogramms individuelle Produkt- und Dienstleistungs-Updates „Ready for Sustainability” präsentiert. Beginnen wir mit den Websites für einen ersten Überblick: 

Tipp 2: drupa touchpoint sustainability, tps (Halle 14, Stand D60)

Sustainability on drupa 2024

Der touchpoint sustainability ist ein nachhaltiger Hotspot der drupa – eine Sonderfläche, initiiert vom VDMA e.V., Verband der Maschinen- und Anlagenbauer. Auf dem tps dreht sich alles um das Thema der nachhaltigen Transformation. Bildquelle: Messe Düsseldorf/ctillmann

Das Sonderforum zoomt auf Herausforderungen, Lösungen und Visionen für mehr Nachhaltigkeit in der Druck- und Papierbranche. Der drupa-touchpoint sustainability ist zentraler Hotspot für das Thema der nachhaltigen Transformation auf der drupa. Die Veranstalterin, der VDMA e.V. (Verband der Maschinen- und Anlagenbauer) hat ein gut strukturiertes Leitbild für die Jahre 2030 bis 2040 entwickelt. 

Der tps zeigt anhand von Best Practice Beispielen führender Unternehmen auf, was heute State of the Art ist und wo die Reise künftig hingeht. Besucher:innen können sich u. a. über die Digitalisierung und die Optimierung von Wertschöpfungsprozessen als Hebel zur Steigerung von (Energie)Effizienz informieren. Der tps gliedert sich in zwei Bereiche:  

(1) Bereich: Ausstellungsfläche

Die Ausstellungsfläche unterteilt sich in fünf Fokus-Themen: 

  1. Digitalisierung, 
  2. Ressourcen, 
  3. Produktion, 
  4. Anwendungen, 
  5. Recycling. 

Entlang eines als Timeline inszenierten Aufbaus der Ausstellungsfläche, von der Gegenwart bis in das fokussierte Zieljahr 2040 hinein, informieren Exponate und Informationstafeln gemäß der Fokus-Themen über Trends aus der Wirtschaft und belastbare Erkenntnisse aus der Wissenschaft.  

(2) Bereich: Bühnenprogramm

Sämtliche Programmpunkte fokussieren auf die nachhaltige Transformation. Das schließt die nachhaltige Medienproduktion ein. Das vollständige Programm: 

Geboten werden 76 Parts in verschiedenen Formaten:

  • Keynotes: Ausblicke auf die Branche, jeweils 10 bis 15 Minuten.
  • Panels: Forum bzw. Podiumsdiskussionen, jeweils 20 Minuten mit Q&A im Anschluss.
  • Stage Interviews: Persönliche Befragung von Führungskräften, mit Q&A im Anschluss.
  • Lectures: Einzelne Fachvorträge, lt. Programm.
  • Kitchen Talks: Legere Gespräche am Küchentresen sowie
  • Chérine on Tour: Fünfminütige Interviews, an externen Messeständen, per zeitversetzter Videoübertragung auf die tps-Leinwand. 

Offizielle Partner des tps sind u. a. Maschinenbauunternehmen, Papierhersteller, Zulieferer sowie Verbände und Institutionen, zum Beispiel:  

Nachhaltige Highlights im Rahmen der Fachmesse drupa in Düsseldorf 2024

Logo der Heidelberger Druckmaschinen AG, Bildquelle: Heidelberger Druckmaschinen AG.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG(u. a. in Halle 1 / C30-1 – C30-5) ist offizieller Partner des tps und engagiert sich auf der drupa auch mit weiteren Aktivitäten zur Nachhaltigkeit. Im Rahmen des tps ist das Unternehmen am 29. Mai, um 14:00 Uhr an einer Podiumsdiskussion (Panel) „Eine Branche in Zeiten der Transformation„ und am 04. Juni zum Thema “Wie Familienunternehmen und Konzerne die Zukunft neu definieren“ beteiligt. Weitere Informationen von HEIDELBERG zur drupa-Präsenz.  

Nachhaltige Medienproduktion auf der drupa 2024.

Logo der KOENIG & BAUER AG, Bildquelle: KOENIG & BAUER AG.

Die KOENIG & BAUER AG (u. a. in Halle 16 / A31-1 – A31-5)  ist offizieller Partner der Touchpoints sustainability und packaging. Gemäß den verschiedenen Aktivitäten ist das Unternehmen an diversen Standorten auf der drupa aktiv. Koenig & Bauer wird dieses Jahr am 31. Mai 2024 um 13:00 Uhr erneut den Green Dot Award in besonderem Rahmen auf dem eigenen Messestand verleihen, um für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Das Unternehmen beteiligt sich zudem auf der Bühne des tps an Podiumsdiskussionen am 29. Mai um 14:00 Uhr sowie am 04. Juni, um 15:30 Uhr. Weitere Informationen von KOENIG & BAUER zur drupa-Präsenz sowie das eigene Programm während der drupa.

Sustainable Publishing, Trade Fair drupa, 2024

Logo der LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG, Bildquelle: LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG.

Auch die LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG (u. a. in Halle 3 / B31) zählt zu den offiziellen Partnern des touchpoints sustainability sowie der beiden Touchpoints textile und packaging. Das Unternehmen rollt während der drupa ein umfangreiches Programm zum Thema Nachhaltigkeit aus, ebenfalls an diversen Standorten. Führungskräfte des Maschinenbauers sind mit einem Vortrag am 28. Mai, um 16:30 Uhr, mit einem Interview am 29. Mai, um 11:15 Uhr, an Podiumsdiskussionen am 29. Mai, um 16:30 Uhr, am 02. Juni, um 15:00 Uhr sowie am 03. Juni, um 11:30 Uhr am Programm des tps beteiligt. Weitere Informationen von KURZ zur drupa-Präsenz.

Nachhaltige Papierhersteller im Rahmen der Fachmesse drupa

Logo von Koehler Paper SA, Bildquelle: Koehler Gruppe.

Die Koehler-Gruppe gibt vom 28. Mai bis 7. Juni auf der drupa in Düsseldorf in Halle 4 am Stand A20 Einblicke in das komplette Portfolio ihrer vielfältigen Geschäftsbereiche. Dazu gehört ein breites Programm an innovativen, hochwertigen Spezialpapieren, Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, Forschung und Entwicklung sowie Start-up-Kooperationen. Entsprechend des diesjährigen drupa-Mottos „we create the future“ zeigt das Familienunternehmen mit Sitz in Oberkirch im Schwarzwald zukunftsfähige Papierprodukte und Neuentwicklungen. Das Unternehmen präsentiert auf seinem Messestand auf rund 400 Quadratmetern sein breit aufgestelltes Kerngeschäft: innovative Spezialpapiere.

Kai Furler, Vorstandsvorsitzender der Koehler-Gruppe, zum Messeauftritt der Koehler-Gruppe auf der diesjährigen drupa. „Ganz nach unserem Leitmotiv ‚Creating value for generations‘ wollen wir aufzeigen, wie wir mit Papier und erneuerbaren Energien die Zukunft gestalten und unseren nachhaltigen Beitrag für Gesellschaft und Umwelt leisten.“

Zu den Highlights in der Kooperation mit dem tps zählen das Panel am tps zur Kampagne „Sustainability meets art: sailing#Art4GlobalGoals“, am 31. Mai, um 14:00 Uhr sowie ein Vortrag des technischen Vorstands der Koehler-Group, Christoph Wachter, am 31. Mai, um 16:00 Uhr. Die tps-Moderatorin Chérine besucht den Koehler-Messestand am 06. Juni, um 12:00 Uhr. 

Nachhaltige Druckereien auf der drupa 2024

Logo der Druckstudio GmbH, Bildquelle: Druckstudio GmbH.

Die Offsetdruckerei Druckstudio GmbH wurde vom Veranstalter um Beteiligung als Best-Case-Szenario am tps gebeten. Das Unternehmen hat seine nachhaltige Transformation weitgehend abgeschlossen und ist schon seit den 2010er-Jahren offiziell hochwertig zertifiziert – für Produkte und unternehmensweit: Erheblich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehend. Diese Premium-Druckerei steht wegen ihrer Betriebsgröße Modell für das Gros der Branche. Der Geschäftsführer der UmDEX/500-Druckerei, Werner Drechsler, wird am 31. Mai, um 14:30 Uhr für eine Podiumsdiskussion sowie am 02. Juni, um 11:00 Uhr für ein Interview auf der tps-Bühne auftreten und steht interessierten Gästen auch für persönliche Gespräche zur Verfügung.  

Die Premium-Druckerei zählt zu den top 10 der nachhaltigsten Druckereien in der DACH-Region und hat sich darauf spezialisiert, hochwertigste Druckprodukte optimal umwelt- und klimaschonend zu produzieren. Das Düsseldorfer Expertenteam stellt unter Beweis, dass Highend-Qualität und Nachhaltigkeit zu fairen Preisen realisierbar sind.

Zu den weiteren Partnern und Ausstellern des tps zählen u. a. auch Institutionen und Verbände, z. B.: 

  • Der Bundesverband Druck- und Medien e.V. (bvdm) zeigt sein Engagement bei der nachhaltigen Medienproduktion und bringt Informationen über die Kampagne „Umwelt. Bewusst. Gedruckt.“ und Aktuelles über die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände mit. 
  • Das Ausbildungszentrum Polygrafie e.V. (azp) zeigt Best Practices und Zukunftstrends zum Thema Nachhaltigkeit.
  • Stiftung Druck- und Papiertechnik

Tipp 3: Kongressprogramm im drupa cube (Halle 14, Stand D60)

Kongress Nachhaltige Medien im Rahmen der drupa 2024

Logo des drupa cube, der Kongress im Rahmen der drupa 2024. Bildquelle: Messe Düsseldorf GmbH

Mit insgesamt 54 Vorträgen, oft in Anlehnung an die Nachhaltigkeit, empfiehlt sich der drupa-Kongress als Anlaufstelle für Besucher:innen mit Interesse an der Nachhaltigkeit. Der drupa cube ist ein Symposium für innovative Trends und Visionen der Druckbranche. Die Teilnahme ist kostenfrei. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit lohnt ein Blick in das Kongressprogramm, z. B.:  

Im Rahmen des drupa-cubes präsentiert der Fachverband Medienproduktion e.V. (FMP) am 02. Juni ganztägig die Print & Digital Convention, mit insgesamt sechs Vorträgen. 

Tipp 4: Print & Digital Convention (Halle 3, Stand C71)

Logo Print & Digital Convention im Rahmen der drupa 2024

Logo Print & Digital Convention, die Kongressmesse des Fachverband Medienproduktion e.V. Bildquelle: FMP e.V.

Dort, wo sich dieser Tage das drupa-Universum entfaltet, findet ansonsten die Print & Digital Convention (PDC) statt – eine Kongressmesse des Fachverband Medienproduktion e.V. Dieses Format ist zu einer Institution für die grafische Industrie geworden, auch für das Thema Nachhaltigkeit. So wichtig die Fokussierung einzelner Branchensegmente wie Maschinen und Anlagen, Software, Materialien, Consulting, Nachhaltigkeit etc. ist: Wirklich elementar sind die Schnittmengen zwischen diesen Segmenten, denken wir z. B. an die Synergien zwischen Programmatic Printing (Digitaldruck) und Data Mining (Software). Der FMP initiiert und unterstützt seit Jahren thematisch fokussierte Brancheninitiativen und baut Kommunikationsbrücken zwischen den verschiedenen Fachgebieten. 

Im Rahmen der drupa 2024 ist der FMP e.V. mit einer Sonderfläche der Print & Digital Convention mit drei Schwerpunkten aktiv:

(1) Messestand der Print & Digital Convention, mit diversen Ausstellern aus den Brancheninitiativen des Verbandes.

(2) Guided Tours: Expert:innen führen in insgesamt 48 Touren zu themenrelevanten drupa-Ausstellern. Zwölf Themenschwerpunkte stehen zur Wahl. Für jede Tour sind vier bis fünf Haltepunkte vorgesehen. Dort werden Neuheiten und Highlights von Führungskräften der besuchten Messestände vorgestellt. Die Guided-Tour „Sustainability in Media Production“ steuert folgende Unternehmen an:

  1. LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG,
  2. Koehler-Group,
  3. KOENIG & BAUER sowie
  4. touchpoint Sustainability.

Die Termine sind: 

  • Mittwoch, 29. Mai, 13:30 Uhr,
  • Freitag, 31. Mai, 12:30 Uhr,
  • Samstag, 01. Juni, 15:30 Uhr,
  • Sonntag, 02. Juni, 13:00 Uhr.

(3) Print & Digital Convention-Kongress im drupa cube: „Change your Media World“:

Der sonst mit rund 40 Vorträgen weit umfangreichere Kongress der Print & Digital Convention ist während der drupa in den drupa cube, dem offiziellen drupa-Kongress, mit sechs speziellen Vorträgen am Sonntag, den 02. Juni, eingebettet, gemäß den Detailinformationen des Fachverband MedienproduktionUnser Tipp ist der Vortrag von Mario Drechsler  (Highendmedia GmbH) „Herausforderungen, Chancen und Visionen der Nachhaltigen Medienproduktion“ von 13:45 Uhr bis 14:20 Uhr. Mario Drechsler spricht in seinem Vortrag über die soziokulturellen Veränderungen der Gesellschaft, ein zentrales Thema der nachhaltigen Transformation.

Tipp 5: drupa next age ( Halle 7 / u. a. Stand 09)

Nachhaltigkeit bei jungen Unternehmen und Start-ups im Rahmen der Fachmesse drupa 2024

Logo drupa next age, eine Sonderfläche, die besonders auf Start-ups und junge, innovative Unternehmen fokussiert. Bildquelle: Messe Düsseldorf GmbH

Und es fokussiert noch ein weiteres Sonderforum nennenswert auf das Thema Nachhaltigkeit, drupa next age (dna): Der Spot ist auf innovative Ideen, wegweisende Technologien und aufstrebende Talente gerichtet. Junge Unternehmer:innen und Start-ups zeigen an verschiedenen Stellen in Halle 7 / 09 – C02), wie sie die Printbranche schon heute auch nachhaltig revolutionieren.

Die Ausstellungsfläche wird, wie beim touchpoint sustainability, durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit insgesamt 73 Programmpunkten auf der Sonderfläche ergänzt. Zentrales Thema ist die Digitalisierung von Prozessen – diverse Vorträge auch vor dem Hintergrund der nachhaltigen Transformation.

Tipp 6: Imaging Summit (Halle 7, drupa next age) 

Top Speaker zum Thema Nachhaltigkeit im Rahmen der drupa 2024.

Logo Imaging Summit. Ein neues Veranstaltungsformat mit top Speakern, im Rahmen des drupa next Age. Bildquelle: Messe Düsseldorf GmbH

Im Rahmen des drupa next age wird am 30. und 31. Mai das Imaging Summit veranstaltet. Ein ebenfalls häufig auch auf das Thema Nachhaltigkeit fokussiertes Event mit 20 top Speakern zu Themen wie Technologie, Wirtschaft, Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz, die oft ein großes Ganzes bilden. 

Tipp 7 touchpoint packaging, tpp (Halle 3, Stand B 31)

Nachhaltige Verpackungen auf der drupa 2024

Logo drupa touchpoint packaging. Die Branchensegmente der Verpackungsindustrie gelten als Treiber bei der nachhaltigen Transformation. Bildquelle: Messe Düsseldorf GmbH

Bei dieser Aufzählung darf der drupa touchpoint packaging nicht fehlen, denn die Verpackungsindustrie ist der zentrale Treiber der nachhaltigen Transformation aller Branchensegmente der grafischen Industrie. Geboten werden drei Programmpunkte: 

(1) Packaging Innovation Walks: Am 31. Mai, am 03. und am 05. Juni jeweils von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr geführte, ca. 90-minütige, kostenlose Special-Interest-Touren zu einigen Stars der Verpackungsindustrie wie Landa, ESKO, Koehler Group, KURZ, KOENIG & BAUER, Hewlett Packard, Zünd und weitere.

(2) Vorträge & Networking-Veranstaltungen: Wie an allen Touchpoints der drupa, wird auch am tpp ein breites, informelles Programm, mit insgesamt 74 Programmpunkten, angeboten. Auch hier offenbart der Blick in den entsprechenden Event-Finder diverse Vorträge, die sich direkt oder in Anlehnung mit der nachhaltigen Transformation auseinandersetzen. 

(3) Ausstellungs- und Präsentationsfläche: Auch diese tpp-Sonderfläche bietet eine integrierte Bühne, aber auch eine Ausstellungsfläche, auf der führende Unternehmen verschiedene Exponate und Informationen zu folgenden Themen anbieten: 

  • Neo-Ecology: Kreislaufwirtschaft bei Verpackungen.
  • Connectivity: Trends der Verpackungsproduktion.
  • Glocalisation: Zu Deutsch: Glokalisierung – auf diesem Event im Sinne der Balance zwischen globaler Effizienz (Globalisierung) und lokaler Relevanz (Lokalisierung).
  • Consumer Mind: Verbraucherverhalten in puncto Individualismus, Vielfalt und Agilität. 
  • Future Regulation: Künftige Regulierungen zur Nachhaltigkeit adaptieren und Greenwashing bekämpfen. 

Die Qual der Wahl?

Die Sorge, etwas zu verpassen, ist angesichts dieses Meta-Programms nicht ganz unberechtigt. Gleichwohl können Besucher:innen durch die richtige Selektion und Sondierung individuelle Highlights identifizieren und und auch kurzfristig ansteuern. Für das Thema Nachhaltigkeit bieten die vorgestellten Links gute Recherchequellen. 

Messe-Review

Die Brancheninitiative UmDEX ist mit zwei Experten auf der drupa vertreten und wird viele der vorgenannten Orte besuchen. Eine speziell auf die Nachhaltigkeit fokussierte drupa-Review fasst die wesentlichen Highlights nach der Messe an dieser Stelle final zusammen. 

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Jürgen Zietlow

Jürgen Zietlow

Umweltjournalist, Sustainable Publishing Analyst & Solution. Consulting for sustainable Communication.

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Klimapositivität
​Klimaneutral war gestern, denn der Zeitpunkt an dem sich der Klimawandel verselbständigt, wird schon bald erreicht sein. Die Erderwärmung wird erst dann wieder zum Stillstand kommen, wenn es gelingt, das Gleichgewicht zwischen Ausstoß und Senkung von Treibhausgasen nicht nur zu neutralisieren, sondern ins Positive zu wandeln. Klimapositivität ist daher das Gebot der Stunde,

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