Bedeutung haptischer Medien im digitalen Raum
Wer nachhaltige Wirkung will, kommt an Print nicht vorbei
Der berühmte Satz „Man kann nicht nicht kommunizieren“ des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick ist der erste seiner fünf Kommunikationsleitsätze. Er besagt, dass jedes Verhalten eine Botschaft ist. Besonders in der Marketingkommunikation müssen diese Botschaften wirkungsvoll ankommen. Häufig gelingt das besonders gut im Zusammenspiel mit Print: Je stärker digitale Medien mit KI-generiertem Content geflutet werden, desto häufiger wird Gedrucktes zum Erfolgsfaktor. Wer sich für Print entscheidet, hat sich vorher oft zwei Fragen gestellt: Ist Print als Träger von Botschaften rentabel? Und welche Rolle spielt Nachhaltigkeit dabei? Praktische Antworten darauf liefert das Beispiel der Düsseldorfer Druckstudio Gruppe.

Die EU verschärft mit der EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition: Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel) die Anforderungen an Umweltkommunikation deutlich. Wer künftig Nachhaltigkeit behauptet, muss sie belegen können. Umweltberichte sind entsprechend präzise zu formulieren. Bildquelle: KI-generiertes Bild.
Die EU verschärft mit der EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition: Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel) die Anforderungen an Umweltkommunikation deutlich. Wer künftig Nachhaltigkeit behauptet, muss sie belegen können. Umweltberichte sind entsprechend präzise zu formulieren. Bildquelle: KI-generiertes Bild.
Marketingentscheidende können bei der Marketingkommunikation auf unzählige digitale oder analoge Channels zurückgreifen. Diese Vielfalt fordert selbst professionelle Agenturen heraus, ökonomische und ökologische Faktoren richtig zu gewichten und zu budgetieren. Für die, die wirkungsvoll, aber zugleich auch nachhaltig kommunizieren möchten, sind aktuell zwei Themen omnipräsent:
- Wirkungsfaktoren: Wie sehr schwächt KI die Aufmerksamkeit für digitale Botschaften – und welche Chancen entstehen dadurch für gedruckte, haptisch erlebbare Medien?
- Nachhaltigkeit: Wie verändern politische Umfelder und EU-Richtlinien die Bedeutung der freiwilligen und/oder regulatorischen, professionell nachhaltigen Medienproduktion?
Ein Dossier der Brancheninitiative UmDEX benennt Chancen und Risiken von KI-generiertem Content und vergleichsweise Print für den Bereich der Marketingkommunikation, auf Basis belastbarer Studien. Ein Beitrag des internationalen Rankingdienstes EcoVadis betont die künftige Bedeutung der nachhaltigen Transformation, wiederum auf Basis einer Studie.
Die große Zahl digitaler Kanäle sorgt dafür, dass Marketingbudgets immer kleinteiliger verteilt werden. Auch die Druckindustrie entwickelt laufend neue, innovative und nachhaltige Medien und verspricht optimale Wirkungen, abseits des digitalen Rauschens.
Die Unterteilung der großen Fülle von möglichen digitalen und haptischen Channels in zwei hauptsächliche Mediengattungen nach der UmDEX-Definition, bietet eine nützliche Präzision bei der Vorauswahl jeweils passender Medien:
1) Analog (fest und greifbar), gebunden an physische Datenträger, wie bei Print
2) Digital (flüchtig und impulsgesteuert), elektronisch vermittelt, ohne Trägerbindung.
Wer Wirkung sucht, kommt an Print kaum vorbei
Die Alleinstellung physischer, haptischer Medien und die multisensorischen Faktoren von Print sind seit Jahrzehnten wissenschaftlich nachgewiesen: Als biologisches Wesen erfasst der Mensch seine Umwelt grundlegend über den Tastsinn, der evolutionär zu unseren am feinsten ausgebildeten Sinnen gehört. Unsere taktilen Fähigkeiten sind neuronal tief verankert und verknüpfen das physische Spüren von Texturen direkt mit emotionaler Bewertung und kognitiver Verarbeitung. Das Greifen eines gedruckten Mediums führt biologisch gesehen im wahrsten Sinne des Wortes zu einem besseren „Begreifen“ der Inhalte:
Wer Print will, kommt an Nachhaltigkeit nicht vorbei, denn Verantwortung ist Teil der Wirkung
So stark Print als Medium wirkt, so klar ist auch: Professionelle Druckproduktion muss heute nachhaltig gedacht und umgesetzt werden. Papier, Energie, Farben, Logistik und Produktionsprozesse stehen zu Recht im Fokus. Für Unternehmen, Marken und öffentliche Auftraggeber reicht es nicht mehr, lediglich hochwertig zu kommunizieren. Sie müssen auch nachvollziehbar verantwortungsvoll produzieren lassen.
Nachhaltigkeit ist dabei kein dekoratives Zusatzargument, sondern ein wirtschaftlicher, regulatorischer und reputationsrelevanter Faktor. Unternehmen stehen zunehmend in Lieferketten, müssen ökologische Kriterien nachweisen und ihre Beschaffung an Umwelt- und Sozialstandards ausrichten. Sustainable Procurement wird damit Teil moderner Unternehmensführung.

Mit der EmpCo-Richtlinie sind allgemeine Umweltaussagen, die nicht durch belastbare Nachweise gestützt sind, unzulässig. Das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (RAL) erklärt in einem Beitrag warum offizielle Gütezeichen Rechtssicherheit für Unternehmen bieten. Bildquelle: RAL
Zugleich wächst die Sensibilität gegenüber Greenwashing. Allgemeine Aussagen wie „umweltfreundlich“, „nachhaltig“ oder „klimaneutral“ verlieren an Glaubwürdigkeit, wenn sie nicht durch anerkannte Nachweise gestützt werden. Die EU verschärft mit der EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition: Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel) die Anforderungen an Umweltkommunikation deutlich. Wer künftig Nachhaltigkeit behauptet, muss sie belegen können.
Für Printbuyer bedeutet das: Entscheidend ist nicht, wer am lautesten über Nachhaltigkeit spricht, sondern wer sie nachweislich praktiziert.
Endlich EmpCo! Greenwashing wird künftig bestraft – Zertifizierungen schaffen Orientierung
In der Druckbranche gibt es erhebliche Unterschiede: Viele Anbieter werben mit ökologischen Begriffen, doch nur ein Teil verfügt über belastbare Unternehmens- und Produktzertifizierungen. Für Auftraggeber sind anerkannte Nachweise deshalb ein wichtiges Auswahlkriterium.
Dazu gehören unter anderem Umweltmanagementsysteme, integrierte Managementsysteme und offizielle Umweltzeichen. Sie machen sichtbar, ob Nachhaltigkeit im Unternehmen strukturell verankert ist oder nur kommunikativ behauptet wird. Besonders relevant sind Zertifizierungen, die Prozesse, Materialien, Energieeinsatz, Emissionen und kontinuierliche Verbesserungen transparent machen.
Nachhaltige Medienproduktion bedeutet also mehr als Recyclingpapier oder einzelne klimabezogene Maßnahmen. Sie umfasst die gesamte Produktionsumgebung: von der Beratung über Materialauswahl, Vorstufe, Druck, Weiterverarbeitung und Veredelung hin zu Energie, Abfallmanagement, Messbarkeit und Dokumentation.
Erst wenn Wirkung und Nachhaltigkeit zusammengedacht werden, entsteht Kommunikation, die sowohl markenstark als auch verantwortungsvoll ist.
Die Brancheninitiative UmDEX begrüßt die EmpCo-Maßnahmen gegen das Greenwashing, denn: Nur offizielle, anerkannte Unternehmens- und Produktzertifizierungen bieten Kunden und deren Einkäufer:innen Navigation bei der Auswahl eines authentischen Anbieters für ökologische Druckprodukte.
Professionell, nachhaltig, wirkungsvoll: die Druckstudio Gruppe
EmpCo-konforme Druckereien bieten ihren Kunden nachweislich Topfaktoren für das Lieferkettenmanagement und die CO₂-Bilanzierungen, Rechtssicherheit durch Transparenz und professionelle Beratungskompetenz. Wirkung und Nachhaltigkeit bilden immer dann ein Ganzes, wenn Druckerzeugnisse in einer zertifiziert nachhaltigen Produktionsumgebung hergestellt werden.
Dienstleister wie die Druckstudio Gruppe aus Düsseldorf managen ihre Nachhaltigkeit über den weltweit höchsten Umweltstandard „EMAS“ (Eco Management and Audit Scheme), herausgegeben von der Europäischen Union.
Das Unternehmen wurde ebenfalls von der Vergabestelle RAL zertifiziert, Druckprodukte mit dem Blauen Engel DE-UZ 195 zu kennzeichnen. Der Blaue Engel ist das aktuell mit Abstand strengste und glaubwürdigste Umweltlabel für Druckerzeugnisse, herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).
Diese Nachweise sind für Auftraggeber weit mehr als ein Imagefaktor. Sie bieten Sicherheit in der Beschaffung, unterstützen Lieferkettenanforderungen und erleichtern die glaubwürdige Kommunikation nachhaltiger Printprodukte.
Auch technisch ist die Produktion konsequent auf Effizienz und Transparenz ausgerichtet. Digitale Prozesse, moderne Druckmaschinen und smarte Messpunkte für Energie- und Materialverbräuche helfen dabei, Ressourcen systematisch zu steuern. Das Unternehmen nutzt zu 100 Prozent zertifizierten Ökostrom und kommt dank Wärmerückgewinnung an den Druckmaschinen ohne fossile Brennstoffe aus.

Umwelterklärung der Druckstudio Gruppe: Jede Entscheidung zählt für eine nachhaltige Zukunft.
Bildquelle: Druckstudio Gruppe.
Nachhaltigkeit wird damit nicht punktuell umgesetzt, sondern als Managementaufgabe verstanden. Die Umwelterklärung macht diese Entwicklung nachvollziehbar: Sie bietet regelmäßig Einblick in umweltrelevante Daten, Ziele und Prognosen für die kommenden Jahre.
Durch ihre vor 19 Jahren begonnene nachhaltige Geschäftsausrichtung trägt die Druckstudio Gruppe zur internationalen Strategie des Umwelt- und Klimaschutzes, zur Stärkung einer resilienten, da nachhaltigen EU-Wirtschaft und zur wachsenden Energie-Souveränität der hiesigen Wirtschaft bei. Ein derart ambitioniertes Engagement ist nur möglich, weil die Geschäftsführung selbst auf Basis von Werten und Haltung handelt.
Ausgezeichnet nachhaltig: Die Druckstudio Gruppe setzt Maßstäbe
Das Düsseldorfer Druck- und Medienunternehmen steht seit Jahrzehnten für exzellente Druckqualität. Die Herstellung anspruchsvollster, raffiniert veredelter Druckerzeugnisse ist seit jeher sein Markenzeichen. Durch die konsequente Kombination mit nachhaltig zertifizierten Unternehmens- und Produktionsprozessen verbindet das Unternehmen heute Brillanz und Ökologie wie kaum ein anderes in der DACH-Region. Das Angebot orientiert sich damit an den zwei wesentlichen Kernwerten:
- Wirkung (Brillanz) und
- Nachhaltigkeit.
Geschäftsführer Werner Drechsler: „Kontinuierliche Verbesserung und Nachhaltigkeit prägen alle unsere strategischen Entscheidungen und fördern die Effizienz auf allen unternehmerischen Ebenen.“ Vor diesem Hintergrund haben wir uns sehr bewusst diesen intensiven und anspruchsvollen Zertifizierungsprogrammen unterzogen.“

Werner Drechsler, geschäftsführender Gesellschafter der Druckstudio Gruppe aus Düsseldorf ist stolz auf die Auszeichnung „Deutscher Nachhaltigkeitspreis Unternehmen 2026”. Bildquelle: Druckstudio Gruppe
Anerkennung durch Awards und Rankings
Das Team stellt sich regelmäßig dem Vergleich mit der Branche in Wettbewerben, Benchmarks und unabhängigen Bewertungen. Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Druckstudio Gruppe zählt zu den führenden Unternehmen der Branche und wurde mehrfach mit renommierten Preisen und Awards ausgezeichnet. Einige Beispiele:
Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises
Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Kategorie „Druckereien“ erhielt die Druckstudio Gruppe eine der wichtigsten Nachhaltigkeitsauszeichnungen Europas. Die Jury überzeugte vor allem das ganzheitliche Engagement des Unternehmens: Nachhaltigkeit werde konsequent und tiefgreifend in alle Unternehmensbereiche integriert. Damit zeige die Druckstudio Gruppe, wie sich ökologische Verantwortung, technische Innovation und messbare Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich verbinden lassen.
Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Kategorie „Druckereien“ erhielt die Druckstudio Gruppe eine der wichtigsten Nachhaltigkeitsauszeichnungen Europas. Die Jury überzeugte vor allem das ganzheitliche Engagement des Unternehmens: Nachhaltigkeit werde konsequent und tiefgreifend in alle Unternehmensbereiche integriert. Damit zeige die Druckstudio Gruppe, wie sich ökologische Verantwortung, technische Innovation und messbare Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich verbinden lassen.

Das Geschäftsführungsteam der Druckstudio Gruppe freut sich über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Michael Amft, Fotini & Werner Drechsler, Dirk Puslat (v.l.n.r.).
Bildquelle: Druckstudio Gruppe.
EcoVadis-Silbermedaille
Die Düsseldorfer Druckstudio Gruppe hat eine Medaille von EcoVadis erhalten. EcoVadis ist ein weltweit agierendes Unternehmen für Nachhaltigkeitsrankings. Mit der Medaille hat es das Unternehmen unter die besten 15 % aller Unternehmen weltweit geschafft, die sich in dem Bewertungszeitraum von zwölf Monaten dem Ranking gestellt haben.
Verschiedene Druck&Medien-Awards
Neben regelmäßigen Gewinnen und Nominierungen der letzten 20 Jahre, hat die Druckstudio Gruppe 2025 erneut diverse Wettbewerbe des wichtigsten Branchenawards gewonnen:
Im Oktober 2025 wurden bei den 21. Druck & Medien Awards die herausragendsten Unternehmen der Druckbranche geehrt. Das Team um Werner Drechsler wurde erneut mehrfach ausgezeichnet!
- Gold – Umweltorientiertes Unternehmen des Jahres
- Silber – Magazindrucker des Jahres
- Silber – Recyclingpapier-Drucker des Jahres
- Bronze – Bücherdrucker des Jahres
- Bronze – Katalogdrucker des Jahres

„Lebenswerth“ ist ein hochwertiges Exposé für eine exklusive Wohnanlage in Düsseldorf, konzipiert zur Ansprache potenzieller Käuferinnen und Interessentinnen.
Bildquelle: Druckstudio Gruppe
Green-Brands-Auszeichnungen
Zudem wurde das Unternehmen zum wiederholten Male mit dem Gütesiegel „Green Brand“ ausgezeichnet. GREEN BRAND ist eine internationale, unabhängige und selbständige Markenbewertungsorganisation, die ökologisch nachhaltige Marken auszeichnet. Besonders daran ist, dass das Gütesiegel eine eingetragene Unionsgewährleistungsmarke ist und somit geprüfte, ökologisch nachhaltige Qualität in der gesamten EU garantiert.
Einen Überblick über sämtliche Unternehmensauszeichnungen und Zertifizierungen finden Sie auf der Detailseite des Unternehmens auf UmDEX, nebst weiteren Kriterien in der UmDEX-Tabelle.
Fazit: Print wird zur Instanz für wichtige Botschaften
Digitale Kommunikation bleibt unverzichtbar. Doch je stärker digitale Räume von austauschbaren und KI-generierten Inhalten geprägt werden, desto wichtiger werden Medien, die anders wirken. Print schafft Präsenz, Wertigkeit, Vertrauen und Erinnerung. Es macht Botschaften greifbar.
Gleichzeitig gilt: Wer Print strategisch einsetzt, muss Nachhaltigkeit mitdenken. Nicht als nachträgliches Etikett, sondern als professionelle Grundlage der Medienproduktion. Nur wenn Wirkung und Verantwortung zusammenkommen, entsteht Kommunikation, die inhaltlich, ästhetisch und ökologisch überzeugt.
Quellen
- Website Druckstudio Gruppe: https://druckstudiogruppe.com/
- UmDEX-Landingpage Druckstudio Gruppe: https://www.umdex.de/landingpage_druckstudio-gruppe/
- Unabhängige UmDEX-Tabelle: https://www.umdex.de/umweltfreundliche_druckereien/
- Papierwebsite, UmDEX: https://www.umdex.de/recyclingpapier_liste_tabelle/
- FAQ, UmDEX: https://www.umdex.de/faq-nachhaltige-medienproduktion/

Jürgen Zietlow
Datenanalyst, Fachjournalist, Unternehmensberater für nachhaltige Kommunikation

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